Urbaner Charakter durch Rautenfassade Im Quartier mitteWest entstehen Bürogebäude und Wohnungen

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Das Bürogebäude „mitteWest“ in der Lotter Straße gilt als Entree zum neuen Wohnquartier. Foto: Michael GründelDas Bürogebäude „mitteWest“ in der Lotter Straße gilt als Entree zum neuen Wohnquartier. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Es verleiht dem mittleren Bereich der Lotterstraße einen urbanen Charakter: das neue Bürogebäude an der Ecke Am Kirchenkamp. Es gilt als Entree zu einem Wohn-Quartier, das dahinter gerade entsteht und das eine ambitionierte Aufwertung des Stadtbildes bescheren soll: das Quartier mitteWest.

Früher befand sich hier das Busdepot mit dem Betriebshof der Stadtwerke Osnabrück, daneben die Chemiefabrik Hagedorn. Als das gesamte Areal zum Sanierungsgebiet deklariert wurde, schmiedete man Pläne, wie man das Karree nach dem Abzug der Firmen sinnvoll nutzen könnte. Ein Investor wurde gefunden: Die Essener Hochtief Projektentwicklungs-GmbH übernahm die Sanierung des Geländes. Im Rahmen eines Investorenauswahlverfahrens wurde nach der bestmöglichen städtebaulichen Nutzung und Gestaltung des Areals gesucht. Also beauftragte Hochtief das Architektenbüro Lorenzen mit der Planung der Bebauung.

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„Es wird ein offenes Quartier werden, mit Büros, Gewerbeflächen sowie viel Wohnraum“, erklärt Architekt Carsten Lorenzen. Er legte bei seinen Entwürfen Wert auf hohe Wohnqualität und städtebauliche Aufwertung der gesamten Umgebung. Neben 113 Wohneinheiten sowohl für Familien als auch Singles, die gerade gebaut werden, sollten auch Läden und Büroräume entstehen.

Bereits fertiggestellt ist das Bürogebäude mit seiner außergewöhnlichen Fassade. Sie wurde mit gelben Klinkern verkleidet, und zwar in unterschiedlichen Ebenen, sodass ein Rautenmuster entsteht. „Es handelt sich um Ziegel aus einer dänischen Manufaktur. Die Firma hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sie Ziegel zwar maschinell herstellt, aber so, dass die Oberfläche aussieht wie handgefertigt“, erklärt Architekt Lorenzen. Er ist Däne und betreibt die Lorenzen Architekten GmbH in Berlin. Seit er die Ziegelmanufaktur in seiner Heimat entdeckte, setzt er deren Produkte häufig für die Fassadengestaltung ein. „Es handelt sich um einen hochwertigen Baustoff, der die Oberflächen von Gebäuden veredelt“, sagt der Architekt.

Die gerade im Bau befindlichen Wohnhäuser werden korrespondierend im unteren Bereich ebenfalls mit den gelben Ziegeln verkleidet, die Obergeschosse werden kontrastierend in Kratzputz mit Glimmeranteilen gestaltet.

Direkt an den viergeschossigen Bürotrakt mit den großen Fensteröffnungen und dem zurückspringenden Eingangsbereich schließt sich eine Parkgarage mit 170 Kfz-Stellplätzen für Mitarbeiter und Bewohner an.

Beide Gebäudeteile sind so proportioniert, dass sie mit dem letzten, als Verweis auf die einstige Nutzung noch erhaltenen Bebauungsblock der Firma Hagedorn harmonieren.

Der wird jetzt saniert: In dem ebenfalls viergeschossigen ehemaligen Fabrikations-Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert entstehen zurzeit Maisonettes und Loftwohnungen. Zwischen den bebauten Bereichen werden Weg, Plätze und Baumhaine entstehen, die aufgrund des Parkhauses und noch entstehender Tiefgaragen auf diese Weise autofrei gehalten werden können.

Metropolenfaktor:

Wertung: 5 von 6 Sternen

Stadtbildfaktor:

Wertung: 6 von 6 Sternen

Wohlfühlfaktor:

Wertung: 4 von 6 Sternen


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