Tote in Osnabrücker Bordell Anklage gegen mutmaßlichen Prostituiertenmörder in Osnabrück

Der mutmaßliche Täter hat den Mord an der 25-Jährigen gegenüber der Polizei eingeräumt. Foto: Jörn MartensDer mutmaßliche Täter hat den Mord an der 25-Jährigen gegenüber der Polizei eingeräumt. Foto: Jörn Martens

pm/swi Osnabrück. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat Anklage wegen Mordes gegen einen mittlerweile 23-Jährigen erhoben, der im Juli eine 25-jährige Prostituierte im Osnabrücker Bordell „Rotes Haus“ getötet haben soll.

Das teilte die Behörde in einer Pressemitteilung mit. Dem in Damme lebenden Mann wird demnach vorgeworfen, die Prostituierte mit Messerstichen und „Ersticken mit der Hand“ getötet zu haben . Laut Staatsanwaltschaft habe das Opfer angefangen zu schreien. Der Beschuldigte habe ihr daraufhin Nase und Mund mit der Hand zugehalten. Die 25-Jährige habe er am selben Tag bereits zweimal aufgesucht und sie für ihre Dienste bezahlt. Dieses Geld wollte er sich offenbar wieder zurückholen. Laut Ermittlungen soll er dazu in einem nahe gelegenen Asia-Shop ein Messer entwendet haben.

Zimmer durchsucht

Nachdem die Frau tot war, soll der Mann das Zimmer der Frau gründlich durchsucht und Wertgegenstände mitgenommen haben. Er erbeutete 80 Euro Bargeld, ein neuwertiges iPhone und einen Laptop.

Anschließend ließ er sich mit einem Taxi nach Damme bringen. Das zuvor erbeutete Bargeld verbrauchte der mutmaßliche Täter fast vollständig für die Taxifahrt.

Die Polizei hatte den Mann bereits am Tag nach der Tat festgenommen. Der habe die Tat sowohl gegenüber der Polizei als auch gegenüber dem Haftrichter eingeräumt. Das Landgericht hat die Anklage zugelassen. Die Hauptverhandlung beginnt am 12. Dezember.