Vier Sitzungen bis Weihnachten Weitere Termine im Steuerprozess gegen Osnabrücker

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Das Landgericht Wuppertal trifft alle Vorkehrungen, um das Marathonverfahren gegen einen Geschäftsmann aus der Automotive-Branche noch 2014 abzuschließen. Foto: dpaDas Landgericht Wuppertal trifft alle Vorkehrungen, um das Marathonverfahren gegen einen Geschäftsmann aus der Automotive-Branche noch 2014 abzuschließen. Foto: dpa

sst/dlo Osnabrück. Das Landgericht Wuppertal hat im Prozess wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe gegen einen Osnabrücker Geschäftsmann aus der Automotive-Branche zusätzliche Verhandlungstermine vor Weihnachten anberaumt.

In seiner Sitzung am Dienstag kündigte es Fortsetzungen am 3., 5., 12. und 18. Dezember an. Zunächst waren nur zwei weitere Termine bis Jahresende vorgesehen. Damit scheint ein Urteil noch 2014 möglich.

Marathonverfahren

Die Beweisaufnahme in dem langwierigen Verfahren dauert bereits über elf Monate. Nächste Woche soll noch ein Zeuge aus Brasilien gehört werden. Ob danach endlich plädiert werden kann, ist allerdings offen.

Der 58-jährige Angeklagte aus Osnabrück, ein ehemaliger Betriebsrat des früheren Autoherstellers Karmann, muss sich in Wuppertal gemeinsam mit einem mutmaßlichen Komplizen wegen Steuerbetrugs verantworten. Als führender Kopf mehrerer Firmen aus der Automobil-Zulieferindustrie soll er laut Anklage zwischen 2005 und 2011 dazu beigetragen haben, mehrere Millionen Euro am Fiskus vorbei zu schleusen.

Haftstrafe droht

Sein Verteidiger hält einen Gutteil der Vorwürfe für widerlegt und fordert Freispruch. Bei einer Verurteilung hingegen droht dem Osnabrücker eine mehrjährige Haftstrafe.


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