Zwei Lesungen mit Andreas Englisch Vatikaninsider stellt in Osnabrück sein Buch vor

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Ein Blick hinter die Kulissen des Vatikans liefert der Vatikankorrespondent und Papstjournalist Andreas Englisch (links), hier auf einem Treffen mit Papst Franziskus, am 27. November in Georgsmarienhütte und am 28. November in Osnabrück. Foto: Kulturdirektion Dr. LöherEin Blick hinter die Kulissen des Vatikans liefert der Vatikankorrespondent und Papstjournalist Andreas Englisch (links), hier auf einem Treffen mit Papst Franziskus, am 27. November in Georgsmarienhütte und am 28. November in Osnabrück. Foto: Kulturdirektion Dr. Löher

Osnabrück. Andreas Englisch stellt am Donnerstag, 27. November, ab 19.30 Uhr im Haus Ohrbeck in Georgsmarienhütte sowie am Freitag, 28. November, ab 20 Uhr in der Katholischen Familienbildungsstätte Osnabrück sein Buch „Franziskus – Zeichen der Hoffnung“ in einem Vortrag vor. Kaum ein deutscher Journalist dürfte den Päpsten in den vergangenen Jahren so nahe gekommen sein wie der Bestsellerautor.

„Ich glaube, dass dieser Papst ein Geschenk Gottes und zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist“, sagt Englisch im Gespräch mit unserer Redaktion.

Wenn sich jemand in den vergangenen drei Jahrzehnten ein Bild des päpstlichen Lebens im Vatikan machen konnte, dann ist es sicherlich Andreas Englisch. Seit 1987 lebt der gebürtige Werler in Rom, seit 1995 berichtet er als Vatikankorrespondent aus dem Herzen der katholischen Kirche. Von einer anfänglichen Skepsis gegenüber Kirche und Papst ist heute nichts mehr zu spüren.

Bereits zu Johannes Paul II. pflegte Englisch engen Kontakt, Benedikt XVI. begleitete er auf zahlreichen Reisen, und auch die Arbeit um Franziskus bereitet dem Journalisten „eine riesige Freude“. „Im Vatikan herrscht ein geradezu fröhliches Klima, der Papst macht es allen Mitarbeitern mit seiner Herzlichkeit sehr leicht“, weiß Englisch zu berichten. Mehrfach durfte er den Papst bereits treffen. Noch am Dienstag reiste er in der päpstlichen Maschine nach Straßburg, wo Franziskus eine Rede vor dem Europaparlament hielt.

Für Englisch hat Franziskus schon jetzt wichtige Ziele erreicht: „Zu zeigen, dass die Kirche nicht Wein trinken und Wasser predigen kann“. Eine Kirche, die sich am bettelarmen Jesus von Nazareth orientiere, müsse auch eine Kirche der Armen sein. Ebenso dürfe der Papst kein in Saus und Braus lebender Fürst sein, das habe es schon zu lange im Vatikan gegeben.

Ein rasanter Niedergang der katholischen Kirche in weiten Teilen Europas und großer Priestermangel – Franziskus stehe vor einer Mammutaufgabe, sagt der Vatikaninsider. Aus seiner Sicht muss der Papst Wege finden, die Kirche am Leben zu halten: „Der Papst sollte und wird vermutlich auch in absehbarer Zeit einführen, dass erprobte Männer und Frauen aus den Gemeinden Aufgaben der Priester, wie die Leitung von Gottesdiensten, übernehmen können.“

In seinem neuen Buch „Franziskus – Zeichen der Hoffnung“ beschreibt Englisch auch die Hintergründe, die seiner Kenntnis nach zum Rücktritt Benedikts XVI. führten.

Karten für die beiden Lesungen gibt es in der Dom-Buchhandlung Osnabrück sowie für den Termin in Ohrbeck auch direkt im Haus Ohrbeck.


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