„Ein Schmuckstein im Lehár-Diadem“ „Der Graf von Luxemburg“ mit dem Osnabrücker Musiktheater auf CD

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Jetzt auf CD: Marie-Christine Haase als Juliette Vermont in „Der Graf von Luxemburg“.Foto: Uwe LewandowskiJetzt auf CD: Marie-Christine Haase als Juliette Vermont in „Der Graf von Luxemburg“.Foto: Uwe Lewandowski

Osnabrück. „Der Graf von Luxemburg“ war die erste Operettenproduktion in der Ära des Intendanten Ralf Waldschmidt. Jetzt, ziemlich genau drei Jahre nach der Premiere, kommt die Produktion auf CD heraus. Damit setzen das Label cpo und das Theater Osnabrück eine fruchtbare Kooperation fort.

Osnabrück. Für seine Reihe mit Aufnahmen von Franz Lehár muss Burkhard Schmilgun mitunter weit reisen. In München, Bad Ischl, Wien findet er Ensembles, die Operetten wie „Das Fürstenkind“, „Frühling“ oder „Wo die Lerche singt“ für das Label cpo aufgenommen haben. Den „Graf von Luxemburg“ fand er hingegen vor der Haustür: Die Gesamtaufnahme ist in Osnabrück entstanden, zusammen mit dem Theater am Domhof.

Es ist ein bisschen her, dass der windige Graf dort über die Bühne ging: Im Herbst 2011 hatte das Stück Premiere, als erste Operettenproduktion der Intendanz von Ralf Waldschmidt . Schmilgun war von der musikalischen Qualität der Produktion sehr angetan und wollte sie in seine Lehár-Reihe integrieren. Damit setzen die beiden Institutionen jene Zusammenarbeit fort, aus der bereits eine Gesamtaufnahme der Gounod-Oper „Die blutige Nonne“ und Einspielungen von Werken des Osnabrücker Komponisten Christian Wilhelm Westerhoff hervorgegangen sind.

Mithilfe von Lehár lebt die Kooperation jetzt neu auf. Und das natürlich mit der philologischen Präzision, für die cpo genauso bekannt ist wie Dirigent Daniel Inbal . „Ich bin glücklich, dass ich genau dieses Stück aufnehmen durfte“, sagt der Kapellmeister, der die Bühnenproduktion musikalisch verantwortet hat. „Schon in meiner Zeit an der Wiener Volksoper war mir dieses Stück mit das liebste überhaupt.“ In Osnabrück durfte diese Liebe nicht nur aufleben, er konnte sie sogar noch vertiefen: Denn aufgenommen wurde, gemäß dem Anspruch von cpo, natürlich die komplette Operette. Zum ersten Mal.

Zum Glück hört man der Aufnahme diese wissenschaftliche Komponente nicht an, obwohl die Gefahr recht hoch gewesen wäre. Denn um die optimale Klangqualität zu erzielen, wurden nicht Vorstellungen im Theater mitgeschnitten. Nein, cpo und das Musiktheaterensemble haben sich zwei Tage lang in die Osnabrück-Halle eingemietet und dort das ganze Stück wie im Tonstudio aufgenommen.

Herausgekommen ist eine quicklebendige Aufnahme. Daniel Inbal hat es geschafft, Orchester und Sängerensemble so zu motivieren, dass der Operette wirklich Flügel wachsen. Das Osnabrücker Symphonieorchester spielt schwungvoll, lotet aber auch die Tiefen aus, die Lehár der Partitur untergehoben hat. Und für Fans des Musiktheaters bietet die Einspielung Gelegenheit eines Wiederhörens mit Marco Vassalli in der Titelrolle, mit Eva Schneidereit, Astrid Kessler und Marie-Christine Haase. Daniel Wagner und Mark Hamman komplettieren das Ensemble für diesen, so Schmilgun, „Schmuckstein im Lehár-Diadem“ von cpo.


Der Graf von Luxemburg: Ensemble des Theaters Osnabrück unter Daniel Inbal. Erschienen bei cpo; Erhältlich an der Theaterkasse.Präsentation am 6.12., 18 Uhr, im Oberen Foyer des Theaters

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