Björn Amadeus Kahl Voice of Germany 2014: After-Show-Party bei „The Voice“

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Berlin/Osnabrück. „The Voice of Germany 2014“ endet für Björn Amadeus Kahl vor dem Halbfinale. Bei der inoffiziellen After-Show-Party berichtet der Osnabrücker Student, warum es sich trotzdem gelohnt hat.

Eine volle Stunde braucht Björn Amadeus Kahl. Dann erst kommt er nach der ersten – und für ihn leider auch letzten – Live-Show von „The Voice of Germany 2014“ in die Presselounge. Als um 23 Uhr die Lichter auf der Bühne erlöschen, geht der 22-Jährige erst einmal zu Stefanie Kloß. Die Silbermond-Frontfrau war bei „The Voice“ seine Team-Chefin.

Das Publikum war für ihn

Auch sein Ausscheiden vor dem Halbfinale geht auf das Konto von Kloß. Als Björn Amadeus Kahl Andreas Gabaliers „Einmal sehen wir uns wieder“ gesungen hatte, sah das Publikum ihn vor seinem Konkurrenten Ben Dettinger und dessen Coldplay-Hymne. Und auch nach den Clashes, der zweiten Runde mit einer Art Medley im Wechselgesang, stimmten 52 Prozent der Zuschauer im Telefon-Voting für den Osnabrücker Studenten. Erst Stefanie Kloß verschaffte seinem Konkurrenten den entscheidenden Punktvorsprung. Grund genug für ein ausführliches Gespräch mit dem Unterlegenen. (Weiterlesen: Wer ist Björn Amadeus Kahl? Zum Porträt.)

After-Show-Party in der „The Voice“-Lounge

In der Journalistenlounge entwickelt sich inzwischen eine Mischung aus Pressegespräch und Aftershow-Party: Fanta-4-Star Michi Beck sitzt bei seinem Team auf dem Sofa, Smudo gibt ein Interview mit seiner ausgeschiedenen Kandidatin Stephanie Kurpisch. Die „Voice“-Kandidatin Lina Arndt frotzelt über das „Reiche-Leute-Essen“ am Buffet. Ihr Kollege René Lugonic beichtet einer Frau vom Produktionsteam, dass er den Pressebereich bislang noch gar nicht kannte. „Aber dass du gerade ein Interview gegeben hast, weißt du schon?“, antwortet die. (Weiterlesen: Stimme oder Klischee? Die Battles zeigen, worum es bei „The Voice“ wirklich geht.)

Als der Osnabrücker Kandidat Björn Amadeus Kahl um Mitternacht dazustößt, leuchten seine Augen immer noch wie auf der Bühne. Trotz des Abschieds von „The Voice of Germany“ ist er entspannt. „Es hat sich trotzdem gelohnt“, sagt er zu seiner Teilnahme am Casting. Selbst die Worte, mit denen Stefanie Kloß seine Hoffnungen beendet hat, waren ein heimliches Lob: Anders als Ben habe Björn seinen Weg in den Deutsch-Pop längst klar vor Augen – die Hilfe der TV-Show brauche er nicht mehr, sagte die Jurorin. Womit sie wohl richtig liegt. Mit seinen Eltern, selbst Profi-Musiker, hat Björn Amadeus schon Songs eingespielt. Was er an sich verbessern kann, lernt er am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück.

„The Voice“: Online-Battle um die Tour

„Ins Halbfinale wäre ich gern noch gekommen“, sagt er nach der Show. „Dann hätte ich automatisch an der ‚Voice‘-Tour teilgenommen.“ Nun braucht er dafür noch einmal die Stimmen des Publikums. Im Online-Voting hat er mit dem ebenfalls ausgeschiedenen Rapper Alex Hartung allerdings einen harten Konkurrenten.

Mit seiner Zurückhaltung wäre Björn Kahl bei der „Voice“-Tour ein guter Gegenpol zu den Zirkuspferden des Castings. Wenn seine Kollegen mit ihren Häppchen-Tellern dicht an dicht aufs Studiosofa zwängen, beißen sich ihre Star-Images: Im gediegenen Abendkleid spaziert Charley Ann Schmutzler an Stephanie Kurpisch vorbei, deren Polizeiuniform quietschige Après-Ski-Stimmung verbreitet. Daneben gibt René Noçon mit Kahlkopf und Tattoos den wilden Mann von der Reeperbahn.

Der Spirituelle bei „The Voice“

Auch Björn Amadeus hat von Pro Sieben und Sat1 ein Label verpasst bekommen: „der Spirituelle“. Die Schublade verdankt sich seinem Bekenntnis zu Gott, dem er nach seinem ersten Auftritt für seine Begabung dankte. Der Juror Smudo hat es später einmal aufgegriffen und gesagt: Er glaube zwar nicht an den Heiligen Geist, aber wenn Björn singe, dann sei er da. „Etwas Schöneres hätte Smudo nicht sagen können“, sagt jetzt Björn. „Ich hatte noch auf der Bühne dafür gebetet, dass der Heilige Geist mich erfüllt.“ (Weiterlesen: Im Interview berichtet Björn über seinen Glauben)

Pop mit Gott bei „The Voice“

Kahls Eltern kommen aus der christlichen Musik. Wohin soll es mit ihm selbst gehen? „Bis jetzt habe ich Gott in meinen Texten nicht namentlich erwähnt. Ich muss gucken, ob ich dabei bleibe“, sagt Kahl. „Vielleicht schaffe ich es auch, Musik mit eindeutig christlichen Texten auch im säkularen Bereich zu machen. Ich will nicht nur in der christlichen Sparte bleiben. Weil ich auch Leute erreichen will, die nicht an Gott glauben.“ Jetzt werden die ersten Konzerte geplant.

Björn Amadeus im Netz: Wer dem „The Voice“-Sänger digital folgen möchte, kommt hier zu seiner Website, zu seinem Facebook-Auftritt und seinem Twitter-Account.


„The Voice of Germany“ versteht sich als die Castingshow, in der es wirklich um die Musik geht. Der Beweis der Schwestersender Pro Sieben und Sat1: In der ersten Runde werden die Kandidaten blind beurteilt – also nur nach der Stimme. Nach den Blind Auditions folgen allerdings Battles, Knockouts und Live-Shows – in denen dann inszeniert wird wie in jeder anderen Fernsehshow auch. In der vierten Staffel von „The Voice of Germany 2014“. übernehmen Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß, Rea Garvey, Samu Haber und die Fanta-4-Stars Michi Beck und Smudo die Rolle der Coaches, die sich die Kandidaten untereinander in Teams aufteilen und zu den finalen Live-Shows führen. Für Osnabrück ist der Student Björn Amadeus Kahl im Rennen.

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