Neue Arbeitsgemeinschaft Osnabrücker Notfallseelsorge wird erweitert

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Die Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ist bislang einzigartig in Niedersachsen. Foto: Stefan BuchholzDie Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ist bislang einzigartig in Niedersachsen. Foto: Stefan Buchholz

Osnabrück. Die Notfallseelsorge in der Stadt und im Landkreis Osnabrück wird künftig um die Mitglieder des Malteser Kriseninterventionsteams erweitert. Diese Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ist bislang einzigartig in Niedersachsen.

Sie sind die Seelenretter: Zur Stelle, wenn etwa ein Angehöriger nicht mit dem Tod des Nächsten fertig wird. Und sie sind vor Ort, wenn Menschen bei Unfällen und Katastrophen psychologischen Beistand benötigen. In Osnabrück und im Landkreis nehmen diese Aufgabe unterschiedliche Fachleute wahr. Zum einen speziell ausgebildete Pastoren und Diakone sowie Pastoral- und Gemeindereferenten der beiden großen christlichen Kirchen. Zum anderen Hilfsorganisationen, wie die Kriseninterventionsteams der Malteser.

Aus zwei Gründen haben sich nun die Notfallseelsorger aus dem christlichen Bereich und die der Malteser zur Arbeitsgemeinschaft PSNV zusammengeschlossen. „Die Kooperation soll für unsere Hauptamtlichen entlastend wirken, denn sie müssen momentan auf sehr vielen Handlungsfeldern ihren Dienst versehen“, sagte Superintendent Wolfgang Loos. Der zweite Anlass für die Bildung der Arbeitsgemeinschaft: Man will Doppelstrukturen vermeiden. Auch die Rettungsdienste entdecken mittlerweile diesen Bereich für sich, erläuterte der Vorsitzende der PSNV, Thomas Herzberg.

Mit dem Zusammenschluss sind jetzt in Osnabrück und im Landkreis insgesamt 50 Notfallseelsorger einsatzbereit. Für die Mitarbeit anderer Rettungsdienste sei man offen, so Herzberg.

Verständigt werden die jeweils in 24-stündiger Bereitschaft stehenden Seelenretter je nach Vorfall und Schadenslage vom Feuerwehrbereich der regionalen Rettungsleitstelle oder von der Polizei.

Offen ist die PSNV auch für Ehrenamtliche. Wer als Notfallseelsorger arbeiten will, muss eine Ausbildung in psychosozialer Notfallversorgung absolvieren. Sie umfasst 80 Unterrichtseinheiten und Praktika, sagte Birgit Spahn vom Malteser Kriseninterventionsteam. Vorab wird über Vorgespräche ein Screening vom Bewerber erstellt, sagte Joachim Wittchen, der Notfallseelsorge-Beauftragte der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover. „Die Notfallseelsorge ist kein Arbeitsfeld, in das man eigene unbearbeitete Fälle einbringen kann. Damit tut man sich und den Hilfesuchenden keinen Gefallen.“

Weitere Infos unter: www.notfallseelsorge-niedersachsen-bremen.de


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