Unfallstatistik für Niedersachsen Zahl der Verkehrstoten in Region Osnabrück gestiegen

In der Region Osnabrück kam es zu mehr Unfalltoten und Verletzten als im Vorjahr. Symbolfoto: Michael GründelIn der Region Osnabrück kam es zu mehr Unfalltoten und Verletzten als im Vorjahr. Symbolfoto: Michael Gründel

dpa/sen Hannover/Osnabrück. In den ersten drei Quartalen ist die Zahl der Verkehrstoten in Niedersachsen gestiegen. Auch in der Region Osnabrück kam es zu mehr Unfalltoten und Verletzten.

Von Januar bis September 2014 kamen auf den niedersächsischen Straßen bei Unfällen 317 Menschen ums Leben. Das sind 14 Opfer, oder knapp fünf Prozent, mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Die Zahl der Verletzten stieg in den drei Quartalen auf 7,4 Prozent, also 32112 Menschen.

Auch in der Region Osnabrück ist dieser Trend zu verzeichnen. In Stadt, Landkreis und auf den dazugehörigen Autobahnen kam es in den ersten drei Quartalen 2014 zu 10699 Verkehrsunfällen. 2013 waren es im gleichen Zeitraum jedoch nur 10370 Unfälle auf den Straßen der Region.

Bei diesen Verkehrsunfällen kamen 2014 bislang 35 Menschen ums Leben, während es vergangenes Jahr von Januar bis Oktober 25 Unfalltote gegeben hatte. Dies setzt sich bei den Schwer- und Leichtverletzten fort. Im Jahr 2013 gab es 341 Schwer- und 1833 Leichtverletzte. Diese Zahlen erhöhten sich in diesem Jahr: Bis Oktober verletzten sich 384 Menschen schwer und 1993 Betroffene leicht.

Anstieg auch im Emsland

Für das Emsland und die Grafschaft Bentheim liegen dem Statistischen Landesamt Niedersachsen bislang nur detaillierte Zahlen zu den ersten beiden Quartalen vor. Doch auch für die Monate Januar bis Juli zeigt sich ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. So blieb die Zahl der Unfalltoten zwar gleich, diese lag im Emsland bei elf und in der Grafschaft bei vier Personen. Doch bei den Schwer- und Leichtverletzten kam es zu einer Erhöhung. So stieg im Emsland die Zahl der Schwerverletzten von 221 auf 228 und die Zahl der Leichtverletzten von 864 auf 990 an. Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Grafschaft. Hier stieg die Zahl der Schwerverletzten von 96 auf 104 und die Zahl der Leichtverletzten von 370 auf 410 an.

Gegen den bundesweiten Trend

In der Bundesrepublik sieht es hingegen anders aus. Im September 2014 erfasste die Polizei rund 197200 Verkehrsunfälle. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 3,2 Prozent weniger als im September 2013. Bei etwa 169800 Unfällen blieb es bei Sachschaden (3,6 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahr), bei 27300 Unfällen wurden Personen verletzt oder getötet (0,9 Prozent weniger als 2013).

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Quelle: Statistisches Bundesamt; Karte: Google/yjs