DFG fördert Uni Osnabrück 8,5 Millionen Euro für biologische Spitzenforschung

Von Sebastian Stricker

Biologen und andere Forscher der Universität Osnabrück wollen herausfinden, wie die unmittelbare Umgebung eines Proteins die Funktionsweise einer ganzen Zelle und somit letztlich den gesamten Organismus beeinflussen kann. Symbolfoto: Colourbox.deBiologen und andere Forscher der Universität Osnabrück wollen herausfinden, wie die unmittelbare Umgebung eines Proteins die Funktionsweise einer ganzen Zelle und somit letztlich den gesamten Organismus beeinflussen kann. Symbolfoto: Colourbox.de

Osnabrück. Großer Erfolg für die biologische Wissenschaft an der Universität Osnabrück: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt sie in einem Sonderbereich für vier weitere Jahre mit 8,5 Millionen Euro.

Untersucht wird seit 2011 die Organisation von Proteinen und Lipiden, also von Eiweißen und Fetten im weiteren Sinne. Im Fachjargon heißt das „Physiologie und Dynamik zellulärer Mikrokompartimente“. Die Studie ist angesiedelt im sogenannten Sonderforschungsbereich 944.

Lebenswichtige Fragen

„Wir wollen herausfinden, wie die jeweilige unmittelbare Umgebung eines Proteins die Funktionsweise einer ganzen Zelle und somit letztlich den gesamten Organismus beeinflussen kann“, erläutert Prof. Dr. Christian Ungermann. Darüber hinaus gehe es um „die raumzeitliche Veränderung von Proteinumgebungen“ und ihre Bedeutung für das Überleben von Organismen.

Eine derart komplexe Fragestellung, an deren Beantwortung weder die Uni Osnabrück noch die Biologen allein arbeiten. Beteiligt sind zwölf Arbeitsgruppen aus der Osnabrücker Biologie, Physik und Mathematik sowie zwei Arbeitsgruppen der Universität Münster. Ungermann: „Die fachübergreifende Zusammenarbeit in unserem SFB ist ein entscheidender Vorteil.“

Beweis für Exzellenz

Ähnlich äußert sich auch Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke in einer Pressemitteilung. Für ihn ist die DFG-Bewilligung aber insbesondere Beweis dafür, „dass die Universität Osnabrück leistungsstark und zu exzellenter Forschung in der Lage ist“.

Die jetzt genehmigte Förderphase des SFB 944 beginnt im Januar 2015. Die maximale Laufzeit endet 2022. Insgesamt listet die Deutsche Forschungsgemeinschaft 245 Sonderforschungsbereiche auf, darunter 31 in Niedersachsen. Die Uni Osnabrück ist an einem davon beteiligt: In diesem (SFB 936) geht es um Hirnforschung.