Osnabrücker Veterinärdienst informiert Tipps für den Schutz vor Geflügelpest – Keine Stallhaltungspflicht

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Der Landkreis plant nach gründlicher Risikoabwägung und rechtlicher Prüfung aktuell keine Stallhaltungspflicht. Foto: dpaDer Landkreis plant nach gründlicher Risikoabwägung und rechtlicher Prüfung aktuell keine Stallhaltungspflicht. Foto: dpa

Osnabrück. Nach den Ausbrüchen der Geflügelpest in Großbritannien, den Niederlanden und in Mecklenburg-Vorpommern soll die weitere Ausbreitung verhindert werden. Um eine Einschleppung in die hiesige Region zu vermeiden, gibt der Veterinärdienst von Stadt und Landkreis Osnabrück Tipps zur Vorsorge.

Nach Auskunft von Jörg Fritzemeier, Leiter des Veterinärdienstes für Stadt und Landkreis Osnabrück, kann der Erreger auf verschiedenen Wegen in Geflügelbestände eingeschleppt werden. Das Virus kann durch unerkannt infiziertes Hausgeflügel verschleppt oder durch Anhaftungen an Gerätschaften oder Kleidung und Schuhwerk eingetragen werden, heißt es in einer Mitteilung. Es können aber auch Zugvögel das Virus aus betroffenen Gebieten in die Region tragen. Um die Infektion der Geflügelbestände zu vermeiden, ist es daher wichtig Hausbestände und Wildbestände voneinander getrennt zu halten.

Insbesondere darf Geflügel im Freien nicht an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel erreichbar sind. Gewässer, zu denen Wildvögel Zugang haben, sollten nicht genutzt werden. Futter, Einstreu und sonstige Gerätschaften, mit denen Geflügel in Kontakt kommen kann, müssen für Wildvögel unerreichbar aufbewahrt werden.

Hygiene in den Haltungen ist wichtig: Gründliche Reinigung und Desinfektion können Tierseuchenerreger ausschalten. Schuhwerk sollte vor und nach dem Betreten eines Geflügelbestandes gründlich gereinigt werden. Der Austausch von Tieren und Gerätschaften mit anderen Geflügelhaltern ist zudem zu minimieren. Grundsätzlich gilt: Je weniger Kontakt zwischen Beständen besteht, desto besser können Übertragungen vermieden werden.

Neben der Vorsorge ist die Früherkennung von Bedeutung. „Wenn plötzlich sehr viele Tiere erkranken und sterben, muss die Todesursache geklärt werden. Dafür muss ein Tierarzt oder der Veterinärdienst hinzugezogen werden“, sagt Jörg Fritzemeier, Leiter des Veterinärdienstes von Stadt und Landkreis.

Der Landkreis plant nach gründlicher Risikoabwägung und rechtlicher Prüfung aktuell keine Stallhaltungspflicht.


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