Weihnachtsmarkt 2014 Advents-Wahrzeichen in Osnabrück: Die Pyramide steht

Von Markus Strothmann


Osnabrück. Die Pyramide steht: Heute um 11.30 Uhr setzten die Mitglieder des Schaustellerverbandes Weser-Ems das oberste Stockwerk auf das Wahrzeichen des historischen Osnabrücker Weihnachtsmarkts, das traditionell auf dem Domvorplatz neben dem Löwenpudel steht.

Ein Mitarbeiter sitzt ganz entspannt in luftiger Höhe auf dem letzten Bauteil, während der Kran dieses in Position bringt. „Wir bauen ja auch regelmäßig große Karussells auf, Höhenangst hat hier keiner“, sagt der Erste Vorsitzende des Schaustellerverbands Weser-Ems, Bernhard Kracke junior. Er und rund 35 weitere Schausteller bauen in den kommenden Tagen schon mal auf, was geht. Denn am Sonntagabend folgen die zahlreichen Stände mit Leckereien, Kunsthandwerk und anderem; am Montagmorgen um sieben laufen die Vorbereitungen dann auf Hochtouren für die Eröffnung des Weihnachtsmarktes 2014 am Mittwoch.

Insgesamt sind es in diesem Jahr wieder über hundert Beschicker, die den Markt mit ihrem Angebot bereichern. Außerdem gehören drei Kinderkarussells zum Repertoire der Traditionsveranstaltung. Bei so vielen Mitwirkenden macht es Sinn, den Aufbau in Etappen durchzuziehen, „damit hier kein unnötiges Verkehrschaos entsteht“, wie Kracke betont. Der große Nussknacker ist auch schon an seinem angestammten Platz, die Spieldose vor dem Theater folgt als nächstes.

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Die nötigen Fahrzeuge zum Transport der Teile aus dem Winterquartier in Lotte/Wersen stellen die Schausteller selbst, inklusive der Kräne. „Da stellt keiner eine Rechnung, das machen alle ehrenamtlich“, sagt Bernhard Kracke junior. Sonst müssten die einzelnen Beschicker die Mehrkosten über höhere Preise an die Besucher des Weihnachtsmarktes weitergeben – das möchte jedoch niemand. „Wir wollen die Preise halten, das Marketingkonzept passt. Außerdem macht das gemeinsame Aufbauen Spaß, das ist gut für den sozialen Zusammenhalt.“ Eine von der Nachfrage her durchaus denkbare Vergrößerung der Veranstaltung stehe nicht zur Debatte, die Zusammenarbeit mit der Kaufmannschaft in der Innenstadt funktioniere gut, man profitiere voneinander.

Für das Konzept spricht sicher auch, dass eine steigende Zahl von Reiseunternehmen Fahrten zum Osnabrücker Weihnachtsmarkt anbietet. Dieses Jahr werden etwa 1000 Reisebusse aus unterschiedlichen Richtungen die Innenstadt ansteuern und zahlreiche Besucher mitbringen – mit großem Glühweindurst und viel Appetit auf typisch weihnachtliche Spezialitäten.

Weihnachtsmärkte 2014 in Osnabrück und Umgebung