DAAD-Preis für Mohamed Khalil Universität Osnabrück würdigt Student aus Ägypten

Verleihung des DAAD-Preises 2014: (von links) Prof. Dr. Joachim Härtling, Vizepräsident für Studium und Lehre, Preisträger Mohamed Ahmed Selim Khalil und Dr. Stephanie Schröder, Leiterin des Akademischen Auslandsamts der Universität Osnabrück. Foto: Angela Schubert/Universität OsnabrückVerleihung des DAAD-Preises 2014: (von links) Prof. Dr. Joachim Härtling, Vizepräsident für Studium und Lehre, Preisträger Mohamed Ahmed Selim Khalil und Dr. Stephanie Schröder, Leiterin des Akademischen Auslandsamts der Universität Osnabrück. Foto: Angela Schubert/Universität Osnabrück

pm/sst Osnabrück. Die Universität Osnabrück verleiht den diesjährigen Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für internationale Studierende an Mohamed Ahmed Selim Khalil aus Ägypten. Die Auszeichnung ist mit 1000 Euro dotiert. Sie würdigt besondere akademische Leistungen und herausragendes gesellschaftliches Engagement.

Khalil absolvierte in seiner Heimat Ägypten bereits ein komplettes Bachelor- und Masterstudium im Bereich „Journalismus und Massenkommunikation“. Seit 2012 studiert er an der Universität Osnabrück im Masterprogramm „Demokratisches Regieren und Zivilgesellschaf“«. Seine Nominierung verdankt er den Professoren Ulrich Schneckener und Ralf Kleinfeld vom Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung (ZeDF) der Universität Osnabrück.

Verantwortung übernommen

Khalil sei während seines Studiums in Osnabrück als ein „intellektuell neugieriger, sehr kompetenter, engagierter und gerechtigkeitsorientierter Student mit hervorragenden akademischen und didaktischen Eigenschaften“ aufgefallen, heißt es in einer Mitteilung. Als Asta-Referent für internationale Studierende habe er hochschulpolitische und gesellschaftliche Verantwortung übernommen. Außerdem setze er sich in verschiedenen Vereinen für interkulturellen Austausch zwischen Europa und Afrika ein. Nicht zuletzt engagiere er sich als Internetblogger und Kolumnist, der vor allem für ägyptische Medien über Politik in seiner Heimat und in Deutschland berichtet.

„Damit unterstreicht Herr Khalil nicht nur seine akademischen und journalistischen Fähigkeiten, sondern auch seinen Willen, sich in die öffentlichen Debatten – sowohl in Deutschland als auch in Ägypten – einzubringen. Er fungiert damit in idealer Weise als ein Mittler zwischen beiden Welten“, findet Prof. Schneckener vom Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung.

Gekommen um zu bleiben

Für Mohamed Khalil ist Osnabrück mittlerweile zu einer zweiten Heimat geworden. Verglichen mit den Städten Kairo und New York, in denen er bereits lange gelebt habe, sei die Friedensstadt ruhig, anregend und vor allem hoffnungsvoll. „Wenn ich durch die Osnabrücker Altstadt laufe und an die historischen Ereignisse rund um den Westfälischen Frieden denke, vergegenwärtige ich mir die Lage in Nahost und hoffe auf Frieden und Gelassenheit für alle Menschen, die von Gewalt und Hass betroffen sind.“ Khalil will seinen Aufenthalt an der Universität Osnabrück mit einem Promotionsstudium fortsetzen.

Der DAAD-Preis 2014 wurde von Prof. Dr. Joachim Härtling, Vizepräsident für Studium und Lehre, überreicht. Es war bereits die 14. Auszeichnung dieser Art. Die nächste Ausschreibung erfolgt im Juni 2015.