Internationaler Gedenktag Osnabrück hisst die Fahne gegen Gewalt an Frauen

800 Fälle von häuslicher Gewalt verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr in Stadt und Landkreis Osnabrück. Das Foto entstand bei einem Vortrag über die Arbeit des Fachzentrums gegen Gewalt und für Täterarbeit und Opferschutz der Diakonie. Foto: Elvira Parton800 Fälle von häuslicher Gewalt verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr in Stadt und Landkreis Osnabrück. Das Foto entstand bei einem Vortrag über die Arbeit des Fachzentrums gegen Gewalt und für Täterarbeit und Opferschutz der Diakonie. Foto: Elvira Parton

pm/S. Osnabrück. Der internationale Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen und Mädchen“ am 25. November ist weltweit zum Symbol geworden, sich gegen Unrecht an Frauen zu wehren. Am Dienstag hissen Osnabrücker Organisationen und Frauenverbände um 12 Uhr die Fahne „frei leben – ohne Gewalt“ vor der Volkshochschule an der Bergstraße.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, teilzunehmen und ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Bundesweit beteiligen sich Menschen an der Fahnenaktion von Terre des Femmes für ein freies und selbstbestimmtes Leben für Frauen und Mädchen.

Darüber hinaus bieten Osnabrücker Frauenorganisationen, Institutionen und das Gleichstellungsbüro der Stadt Veranstaltungen rund um den internationalen Gedenktag an.

So findet am 25. November der Aktionstag gegen sexualisierte Belästigung und Gewalt an der Universität statt und in der Lagerhalle wird abends um 19 Uhr der Dokumentarfilm „Töchter des Aufbruchs“ gezeigt.

Die Flyer mit dem gesamten Veranstaltungsangebot zum Internationalen Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen und Mädchen!“ sind im Gleichstellungsbüro der Stadt Osnabrück, Bierstraße 33 – 36, Telefon 0541/323-2002 erhältlich und im Internet unter www.osnabrueck.de/gleichstellungsbuero einsehbar.

Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabel, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter umgebracht wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich am Widerstand gegen den Diktator Trujillo beteiligt. Seit 1999 ist der 25. November von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.