Gewalt reißt tiefe Wunde Aktion gegen häusliche Gewalt in Region Osnabrück

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Das Organisationsteam des Aktionstages (von links): , Heike Bartling vom Sozialdienst katholischer Frauen Bersenbrück für die BISS im Landkreis, Monika Holtkamp vom Präventionsteam der Polizei Osnabrück, Hans Ludger von der Täterarbeit Faust der Diakonie und Kornelia Krieger von der Frauenberatungsstelle und BISS Osnabrück. Foto: Polizei OsnabrückDas Organisationsteam des Aktionstages (von links): , Heike Bartling vom Sozialdienst katholischer Frauen Bersenbrück für die BISS im Landkreis, Monika Holtkamp vom Präventionsteam der Polizei Osnabrück, Hans Ludger von der Täterarbeit Faust der Diakonie und Kornelia Krieger von der Frauenberatungsstelle und BISS Osnabrück. Foto: Polizei Osnabrück

Osnabrück. Mehr als 800 Einsätze wegen Partnerschaftsgewalt hat die Polizei im vergangenen Jahr in Stadt und Landkreis verzeichnet. In den betroffenen Haushalten lebten 700 Kinder. Zum Internationalen Gedenktag „Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ wollen die Polizei und Partner über das Problem und Hilfsangebote informieren.

Unter dem Motto „Gewalt reißt tiefe Wunden – Nein zu häuslicher Gewalt“ werden in Osnabrück und der Region 7000 Pflasterheftchen verteilt. An der Aktion beteiligt sind außer der Polizei die Beratungs- und Informationsstellen gegen Gewalt (BISS) in Stadt und Landkreis Osnabrück sowie das Fachzentrum „Faust“ gegen Gewalt der Diakonie. Diese Institutionen arbeiten im Alltag bei häuslicher Gewalt eng miteinander: Nach einem Polizeieinsatz werden die Betroffenen – überwiegend Frauen – bei BISS beraten. Das Fachzentrum „Faust“ nimmt Kontakt zu den Tätern auf.

Die unvermindert hohe Fallzahl bei häuslicher Gewalt zeige, „wie wichtig es ist, nicht nachzulassen mit dem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen“, heißt es vom Organisationsteam: „Dabei ist der Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig. Auch wenn sie nicht selber betroffen sind, haben sie vielleicht Bekannte, Verwandte oder Arbeitskollegen und Kolleginnen die betroffen sind und können dann ihr Wissen weitergeben.“

„Gewalt hinterlässt körperliche und psychische Spuren bei den Opfern, und reißt nicht nur tiefe Wunden in der Partnerschaft. Oftmals sind auch die Kinder betroffen und somit viele Menschen unserer Gesellschaft“, sagt das Organisationsteam der diesjährigen Straßenaktion. Auf den Pflasterheftchen sind die Telefonnummern der Polizei, von BISS in Stadt und Landkreis sowie des Fachzentrums „Faust“ notiert.

Die Pflasterheftchen werden verteilt: am Dienstag, 25. November ab 9 Uhr auf dem Wochenmarkt und vor dem Rathaus Bersenbrück, am Freitag, 28. November von 8.30 bis 11 Uhr auf dem Wochenmarkt und vor dem Rathaus Bramsche, ab 8.30 Uhr auf dem Wochenmarkt Quakenbrück, ab 13.30 Uhr auf dem Wochenmarkt Georgsmarienhütte und am Samstag, 29. November ab 8.30 Uhr auf dem Wochenmarkt Melle und von 11 bis 14 Uhr in Osnabrück vor L+T.


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