Autor auf Lesetour Wolfgang Schorlau liest aus „Am zwölften Tag“ in Osnabrück

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Wolfgang Schorlau kommt auf seiner Lesetour auch nach Osnabrück. Am 24. November liest der Bestsellerautor in der Kleinen Domfreiheit aus seinem neuen Kriminalroman „Am zwölften Tag“, der in Osnabrück und im Oldenburger Münsterland spielt. Foto: ArchivWolfgang Schorlau kommt auf seiner Lesetour auch nach Osnabrück. Am 24. November liest der Bestsellerautor in der Kleinen Domfreiheit aus seinem neuen Kriminalroman „Am zwölften Tag“, der in Osnabrück und im Oldenburger Münsterland spielt. Foto: Archiv

Osnabrück. Massentierhaltung, versuchtes Fleisch und Lohnsklaverei in der Fleischindustrie: Mit diesen Themen beschäftigt sich Wolfgang Schorlau in seinem neuesten Kriminalroman „Am zwölften Tag“. Nächste Woche ist der Autor aus Stuttgart zu Besuch in Osnabrück, um aus seinem Buch über den neuesten Fall des Stuttgarter Privatdetektiv Georg Dengler zu lesen.

Wolfgang Schorlau ist ein Bestsellerautor und wurde für seinen neuesten Roman „Am zwölften Tag“ mit dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet. Der ehemalige IT-Manager startete jedoch erst mit Ende 40 seine Karriere als Schriftsteller und gab dafür seine eigene Firma auf, um sich voll und ganz dem Schreiben zu widmen. „Es war schon immer mein Traum, Geschichten zu erzählen und Schriftsteller zu werden“, erzählt Schorlau. Doch bevor der „manische Leser“ den Mut hatte, sich als Autor zu versuchen, hat er zunächst einmal einen komplett anderen Berufsweg eingeschlagen und sich bis zum Manager in der Computerbranche hochgearbeitet. „Ich habe jedoch immer nach der richtigen Geschichte gesucht und sie schließlich auch gefunden“, so Schorlau.“ Die blaue Liste“, eine Verschwörungsgeschichte aus der Zeit der Deutschen Wiedervereinigung, ist der erste von mittlerweile sieben Kriminalroman mit dem Privatermittler Georg Dengler als Hauptfigur.

Sämtliche Romane des Schriftstellers aus Stuttgart behandeln gesellschaftspolitische Themen, und Schorlau schrieb unter anderem über die Privatisierung der Wasserwirtschaft, die kriminellen Machenschaften in der Pharmaindustrie oder die Frage, was aus den Idealen der Jugend geworden ist. „Es gibt so viele Dinge, über die wir nicht Bescheid wissen“, sagt Schorlau. Mit seinen Gesellschaftsromanen, deren Stil er als „klarer Realismus“ bezeichnet, möchte er die Leser aufklären und dazu anregen, sich intensiver mit den Themen zu beschäftigen: „Natürlich träumt jeder Schriftsteller davon, dass seine Literatur etwas bewirkt.“

Anregungen zu neuen Themen holt sich Schorlau bei der Zeitungslektüre oder bei seinen Lesern, die ihm regelmäßig Hinweise auf möglicherweise interessante Geschichten geben. Für seinen Roman „Am zwölften Tag“ hat sich der Schriftsteller zwei Jahre lang intensiv mit den Vorgehensweisen in der Fleischindustrie beschäftigt und mit Menschen gesprochen, die in der Branche tätig waren oder Informationen zum Thema liefern konnten. Herausgekommen ist ein Kriminalroman, der unter anderem die Massentierhaltung behandelt und die Ausbeutung der osteuropäischen Werkvertragsarbeiter aufdeckt. Handlungsorte der Geschichte, in der sich der Privatdetektiv Georg Dengler auf die Suche nach seinem verschwundene Sohn und dessen Freunden macht, sind die Region Osnabrück und das Oldenburger Münsterland. Aus diesem Grund ist es für den Autor besonders interessant, in Osnabrück aus seinem Roman vorzulesen.

Beim Akademieabend der Caritas in Osnabrück am 24. November ab 19 Uhr in der Kleinen Domsfreiheit 11 -18 wird Wolfgang Schorlau an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Am zwölften Tag“ –„Nur“ ein Krimi über Arbeitsausbeutung? teilnehmen. Unter der Moderation von Roland Knillmann vom Caritasverband sprechen neben Schorlau auch Prälat Peter Kossen aus Vechta, Matthias Brümmer, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, und Dr. Joachim Timmermann, Geschäftsführer Weidemark Fleischwaren GmbH, über die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie. „Ich glaube, dass es eine spannende Diskussion wird“, so Schorlau. „Man muss in der Industrie eigentlich alles besser machen, die drei wichtigsten Punkte dabei sind die Tierhaltung, die Arbeitsbedingungen und die Gesundheitsgefährdung durch die Produkte“, betont der Autor.

Am Dienstag, den 25. November, liest Wolfgang Schorlau noch einmal jeweils von 8.00 bis 9.30 Uhr und von 9.45 bis 11.15 Uhr für Schüler der 11. Klassen des Wirtschaftsgymnasiums und der 12. Klasse der Fachoberschule Wirtschaft, die sich im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts mit dem Thema Gerechtigkeit und nachhaltiges Handeln in der Wirtschaft beschäftigt haben. Organisiert wurde die Lesung vom Caritasverband und dem BDKJ Osnabrück in Zusammenarbeit mit dem Religionslehrerteam der BBS Schölerberg. „Ziel ist es, mit den Jugendlichen in einen Austausch über die eigene Verantwortung zu kommen“, erklärt Cornelia Klein von der BBS Schölerberg. Auf jeden Fall bringt Schorlau die Teilnehmer seiner Lesungen dazu, sich mit den Themen auseinanderzusetzen. „Außerdem habe ich wieder die Gelegenheit nach Osnabrück zu kommen, denn ich bin immer wieder gern dort“, sagt der Schriftsteller.


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