Neue Runde für Klasse! Projektauftakt im Medienzentrum der Neuen Osnabrücker Zeitung

Von Claudia Sarrazin

Startschuss für Klasse!: Projektleiterin Kathrin Pohlmann (Vierte von links), der stellvertretende Chefredakteur der Neuen OZ, Berthold Hamelmann (Vierter von rechts), und Medienpädagoge Stephan Apel (Dritter von rechts) bei der Auftaktveranstaltung mit einigen Lehrern. Foto: Klaus LindemannStartschuss für Klasse!: Projektleiterin Kathrin Pohlmann (Vierte von links), der stellvertretende Chefredakteur der Neuen OZ, Berthold Hamelmann (Vierter von rechts), und Medienpädagoge Stephan Apel (Dritter von rechts) bei der Auftaktveranstaltung mit einigen Lehrern. Foto: Klaus Lindemann

Osnabrück. Das Projekt „Klasse!“ geht in die elfte Runde: Berthold Hamelmann, stellvertretender Chefredakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung, und Projektleiterin Kathrin Pohlmann stellten das Projekt am Dienstag im Medienzentrum Neue OZ vor. Darüber hinaus informierte der Medienpädagoge Stephan Apel über „Sexting, Cyber-Grooming und Cybermobbing“.

Vor rund elf Jahren startete das Klasse-Projekt bei der Neuen OZ. Und auch in diesem Schuljahr informierte sich wieder eine Reihe von Lehrern über den Start des Schüler-Medienprojekts.

In seiner Begrüßung erklärte Hamelmann: „Die Zeitungen haben ebenso wie Schulen einen Bildungsauftrag, das wird häufig unterschätzt.“ Außerdem passe sich das Medienhaus dem neuen „Mediennutzungsverhalten“ beispielsweise mittels digitaler Angebote wie einer iPad-Version der Zeitung oder der Smartphone-App an. „Wir haben es geschafft, der sinkenden Printauflage unsere Digital-Angebote entgegenzusetzen, sodass sich beides die Waage hält – das ist ein toller Erfolg“, sagte Hamelmann. Und damit kommt man auch den jungen Menschen entgegen, denn sie sind die Leser von morgen und sind überwiegend digital unterwegs.

Projektleiterin Kathrin Pohlmann erklärte in ihrem Vortrag, wie das Klasse!-Projekt strukturiert ist und funktioniert: „Unser Ziel ist es, dass Schüler lernen, mit der Zeitung zu arbeiten, und dass sie wissen, was ihnen eine Zeitung bieten kann.“

Für das Projekt werden den Lehrern unter anderem jährlich aktualisiertes Unterrichtsmaterial und kostenlose Zeitungsabos zur Verfügung gestellt. Außerdem können die Klassen an Führungen durch das Druckzentrum teilnehmen. „Und wir bieten den Besuch eines Redakteurs in der Schule an. Das macht mir immer besonders viel Spaß“, berichtete Pohlmann. Dabei lernten die Schüler unter anderem, wie die Nachrichten in die Zeitung oder ins Internet kommen. Wenn eine Klasse selbst aktiv werden wolle, könne sie in Zusammenarbeit mit Redakteuren eigene Zeitungsseiten erstellen, erklärte Pohlmann. Die Artikel dafür könnten beispielsweise bei einer Projektwoche entstehen. Außerdem würden alle auf den Klasse!-Jugendseiten veröffentlichten Artikel automatisch an einem Wettbewerb teilnehmen.

„Wenn Sie Schüler in Ihrer Klasse haben, die Spaß am Schreiben haben, stehen wir ihnen auch gerne zur Seite und zeigen, wie man richtig recherchiert, oder wir stellen in einem Exkurs vor, wie man verantwortungsvoll mit den digitalen Medien umgeht“, bot Pohlmann an.

Besonders interessierte und begabte Jugendliche könnten außerdem in der Klasse!-Jugendredaktion mitarbeiten. Diese trifft sich einmal im Monat zu einer Konferenz. „Hier bestimmen die Jugendlichen selbst, was auf ihre Seiten kommt“, so Pohlmann. Und aus solch einer Zusammenarbeit könne sich auch ein Praktikum oder eine freie Mitarbeit entwickeln.