Kreativität ist einen Preis wert Iconic Award für Osnabrücker Firma „Kuhl|Frenzel“

Von Tom Bullmann

Haben vor zehn Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt: Hermann Kuhl (links) und Jörg Frenzel. Foto: PartonHaben vor zehn Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt: Hermann Kuhl (links) und Jörg Frenzel. Foto: Parton

Osnabrück. Seit zehn Jahren gibt es in Osnabrück die Firma „Kuhl|Frenzel“. Pünktlich zum runden Geburtstag erhielt die auf den Bereich Architektur, Bauen und Immobilien spezialisierte Agentur für Kommunikation den international ausgelobten Iconic Award.

Im August flatterte Hermann Kuhl und Jörg Frenzel, den Geschäftsführern von „Kuhl Frenzel“ , eine Einladung des deutschen „Rats für Formgebung“ auf den Schreibtisch: In der BMW-Welt in München würden die Iconic Awards verliehen – unter anderem an die Agentur „Kuhl Frenzel“ in der Kategorie „Communication/ B2B Communication“.

Wer nicht in der Werbe- und Marketing-Branche tätig ist, rätselt über Abkürzungen wie „B2B“. Wer weiß, mit welchem Produkt die Agentur den Wettbewerb gewonnen hat, versteht mehr: Es ist das Kunden- und Mitarbeiter-Magazin „phase 10“. Das wird im Auftrag des Architektur- und Ingenieurbüros „pbr Planungsbüro Rohling AG“ herausgegeben, um über die Aufträge und Aktivitäten dieses bundesweit und mittlerweile auch im deutschsprachigen Europa und in Russland operierenden Unternehmens zu informieren.

„Vor einigen Jahren haben wir angefangen, eine Mitarbeiterzeitung für ‚pbr‘ herzustellen“, erzählt Hermann Kuhl. Der Vorschlag der Osnabrücker, ein Magazin zu produzieren, das sowohl nach innen als auch nach außen funktioniert, traf bei der Geschäftsleitung der „pbr“ auf offene Ohren. Denn für Unternehmen sei es immer wichtiger, auch eine adäquate Außenwirkung bei Kunden und vor allem bei potenziellen Auftraggebern zu generieren. So bekamen Frenzel und Kuhl den Auftrag, dreimal im Jahr das crossmediale Kommunikationsmedium „phase 10“ herauszugeben, das sich jeweils einem Schwerpunkt widmet, etwa „Hochschule“ oder „Kultur und Versammlung“. Das Magazin richtet sich nicht nur an die eigenen Mitarbeiter, sondern auch an andere Firmen, also „business-to-business“ – abgekürzt „B2B“. Für die hochwertige Berichterstattung und die kreativ-innovative Gestaltung von „phase 10“ wurde jetzt der Iconic Award verliehen.

Wunsch erfüllt

Dabei hatten die Firmengründer Kuhl und Frenzel eigentlich gar nicht so viel mit Architektur im Sinn: Hermann Kuhl stammt aus Nortrup und studierte in Münster Geografie mit dem Schwerpunkt Tourismus und Marketing. Sein heutiger Kompagnon Jörg Frenzel absolvierte an der Universität Osnabrück ein Kunst- und Literaturwissenschaftsstudium. Nach diversen Jobs bei Tourismus-Firmen oder als wissenschaftliche Kraft an der Universität trafen die beiden 2001 als Mitarbeiter der neu eingerichteten PR-Abteilung von „pbr“ aufeinander. Sie kamen gut miteinander aus und hegten beide den Wunsch nach Unabhängigkeit. Also wagten sie 2004 den Schritt in die Selbstständigkeit und gründeten die „Kuhl|Frenzel GmbH & Co. KG“.

Mittlerweile beschäftigen sie zehn feste Mitarbeiter. „pbr“ blieb ihnen als Auftraggeber treu, darüber hinaus konnten sie Kunden wie die Universität Vechta, die MBN Bau AG in Georgsmarienhütte und die Firma Wölfer Elektromotoren in Sutthausen gewinnen. Für ein Leit- und Orientierungssystem im Gebäudekomplex der „pbr“ erhielten sie den renommierten „red dot design award 2011“. Und mit „martini|50“ betreiben sie neben ihren Geschäftsräumen in Osnabrück ein Forum für Architektur und Design.