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Umwandlung in Grünfläche Osnabrück beginnt mit Abriss der Limberg-Kaserne

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Osnabrück. Wie das ehemalige Kasernengelände „Am Limberg“ dereinst einmal aussehen wird, steht noch in den Sternen. Fest steht nur, dass ein Teil der Fläche, vornehmlich entlang der Straße „Am Limberg“, zu einem Grünzug umgewandelt werden soll. Einen weiterführenden Bebauungsplan gibt es noch nicht.

Allerdings schwingt derzeit schon der Bagger die Schaufel, um 13 ehemalige Unterkünfte für britische Soldaten und zwei Tennisplätze abzureißen. Am westlichen Rand des ehemaligen Militärgeländes mit altem Baumbestand und großen Parks wird im kommenden Jahr öffentliches Grün wachsen. Auf etwa 400000 Euro schätzt Bauleiter Lutz Vorreyer von der Stadt die Kosten für den Abbruch, der finanziert wird mit Fördermitteln der EU, des Bundes und des Landes Niedersachsen.

Bäume und Stauden?

Danach ist der Osnabrücker Servicebetrieb am Zug, um aus der Brach- eine ansehnliche Grünfläche zu machen. Derzeit sei ein Planungsbüro damit beschäftigt, eine Gestaltung der Fläche auszuarbeiten, sagt OSB-Mitarbeiter Hartmut Damerow. Die Überlegungen sehen vor, Bäume zu pflanzen und weite Teile mit mehrjährigen, blühenden Stauden zu bepflanzen. Sie sollen im Sinne des kommunalen Aktionsplans gegen das Bienensterben vor allem Honig- und Wildbienen Nahrung bieten.

Gleichzeitig soll der Grünstreifen eine Pufferfunktion haben und die Wohnbebauung auf der anderen Seite der Straße „Am Limberg“ von einer späteren Nutzung abzuschirmen. Die Straße werde in absehbarer Zukunft zu einem Rad- und Fußweg zurückgebaut. Das Vorgehen sei mit der Politik so abgesprochen, sagt Damerow.

Hochschule begleitet Projekt

Für den kommunalen Aktionsplan gegen das Bienensterben seien auch schon andere Flächen angelegt worden, so Damerow. Das Projekt wird nach seinen Worten von der Hochschule begleitet. Es geht auf einen Ratsbeschluss aus dem Sommer des vergangenen Jahres zurück. Damit wurde die Verwaltung beauftragt, in Gesprächen mit verschiedenen Akteuren Möglichkeiten und Maßnahmen zu beraten, um dem Bienensterben entgegenzuwirken. Konsens bestand seinerzeit, dass für den Rückgang der Bienen eine Vielzahl von Ursachen verantwortlich ist. Die Experten stellten fest, dass unter anderem eingeschleppte Parasiten, der verstärkte Gebrauch von Pestiziden in der Landwirtschaft und im Gartenbau, Zerstörung der Lebensräume und auch der Klimawandel im Verdacht stehen, dem Bienensterben Vorschub zu leisten.

Bessere Bedingungen für Bienen

Diese Ursachen seien im Wesentlichen nicht direkt durch die Stadt beeinflussbar, von ihr könnten aber Initiativen ausgehen, um die Lebensbedingungen für die Bienen zu verbessern. Diese Initiativen sollen die Gesamtsituation der Hautflügler einschließlich der Honig- und Wildbienen betrachten. Im Fokus steht dabei eben auch die Schaffung eines möglichst kontinuierlich über das Jahr verteilten Nahrungsangebotes wie auf der Fläche am Limberg.


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