Bewegliche Szenencollage „Birds“: Flucht und Krieg durch ein Jahrhundert

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. „Birds“ lautet der Titel der Szenencollage, die im Museum Industriekultur stattgefunden hat. Sie war Teil der Veranstaltungsreihe „100 Jahre Erster Weltkrieg“.

In der Schacht-Halle geht es künstlerisch hoch her: Flucht-Performances, eine improvisierte E-Bass-Session, melancholische Celloklänge; ein Regen aus roten Papiervögeln, Zetteln mit Osnabrücker Mobilmachungsbefehl von 1914 oder Parolen ukrainischer Nationalisten vom März 2014. Kriegsausbruch, Vertreibung und Flucht damals wie heute – darum ging es in der Szenencollage „Birds“, die als Teil der Veranstaltungsreihe „100 Jahre Erster Weltkrieg“ im Museum Industriekultur stattfand.

In ihrer szenischen, beweglichen und klangvollen Collage verknüpften Schauspielerin Britta Habuch und Cellistin Katrin Langewellpott Texte von Stefan Zweig oder Erich Maria Remarque mit Livemusik und aktuellen Flüchtlingszahlen. Neben ihrem Cellospiel überzeugte Langewellpott im szenischen Rollenspiel: Über mehrere Etagen schilderte sie mit Umeswaran Arunagirinathans „Allein auf der Flucht“ die Odyssee eines tamilischen Flüchtlingsjungen von Sri Lanka über Afrika nach Europa. Habuch wiederum beeindruckte mit dem Ingrid-Lausund-Monolog „Badewanne“, mit dem sie demonstrierte, dass sich soziale Verantwortung auch im schönsten Wohlfühlbad nicht ausblenden lässt. Die Frage „Was hat der Erste Weltkrieg hier schon wieder zu suchen?!“ war somit beantwortet.

Weitere Termine: Donnerstag, 20., und Freitag, 21. November, jeweils 20 Uhr im Museum Industriekultur.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN