Nur wenig Publikum Elaiza im Rosenhof: Zwischen den Stühlen?

Von Tom Bullmann


Osnabrück. Drei Frauen, die in diesem Jahr am European Song Contest (ESC) teilnehmen durften, drei männliche Musiker als Begleitung und erstaunlich wenig Publikum – auf diesen Nenner lässt sich das Gastspiel von Elaiza im Rosenhof bringen.

Vielleicht setzen sich Sängerin Ela Steinmetz und ihre Mitstreiterinnen zu sehr zwischen die Stühle: Das ist nicht Folk, das ist nicht Balkan, das ist nicht Jazz, und es ist auch nicht wirklich Pop, was die Frauen da produzieren. Und so eigenständig oder musikalisch exquisit ist das Ganze auch nicht, als dass es einen vom Hocker reißen würde.

Also musste sich das Trio in Kopenhagen mit dem Platz 18 begnügen und im Rosenhof mit etwa 70 Zuschauern. Nach einer kurzen Performance der Country-Folk-Sängerin Lisa-Marie Fischer enterten Elaiza die Bühne: Die drei grundverschiedenen Typen, nämlich Akkordeonistin Yvonne Grünwald, Bassistin Natalie Plöger und Sängerin Ela, lassen ihre Hybrid-Musik von einem Schlagzeuger, einem Gitarristen und einem Keyboarder anreichern. Steinmetz, die nach einigen Stücken ihre Mega-Highheels auszieht, um barfuß zu tanzen, verbreitet gute Laune, widmet einem Geburtstagskind im Publikum ein Ständchen, singt ältere und auch ganz frische Songs. Nach dem ESC-Song „Is It Right“ und einem stimmungsvollen „Good Bye“ wiederholen sie als letzte Zugabe das aktuelle, flotte Lied „Workaholic“.