Solidaritätsaktion der Caritas Auch in Osnabrück mit Kerzen für eine gerechtere Welt

Von Carolin Hlawatsch

An 87 Orten leuchteten die Caritas-Sterne. Foto: Egmont SeilerAn 87 Orten leuchteten die Caritas-Sterne. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Ein Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingen und Flüchtlingsfamilien in Osanbrück setzten zahlreiche Bürger, die sich vor dem Dom zusammenfanden um an der Aktion „Eine Million Sterne“ teilzunehmen. Die vom internationalen Caritas-Netzwerk auf die Beine gestellte Aktion fand bundesweit an 87 Orten statt, an denen, genau wie in Osnabrück Kerzen mit der Hoffnung auf eine gerechtere Welt angezündet wurden.

Andächtig standen die Teilnehmer im Kreis um ein großes, flackerndes Kreuz herum, nachdem sie ihre Kerze angezündet hatten. Gegen eine Spende hatten sie die Wachslichter erhalten. „Mit ihrer Spende unterstützen Sie zur einen Hälfte Flüchtlinge im Raum Osnabrück, die Materialien für den Deutschunterricht benötigen und zur anderen Hälfte das Engagement von Caritas International für ehemalige Kindersoldaten im Kongo“, richtete sich Carina Uhlen, Geschäftsführerin vom Caritasverband für Stadt und Landkreis Osnabrück an die Runde. Zusammen mit Sabina Ide, der Dialogbeauftragten der Polizeidirektion Osnabrück, die in diesem Jahr die Schirmherrschaft für die Aktion übernahm, dankte sie den Interessenten die auf den Domhof gekommen waren.

Unter ihnen auch Mohammed Alhalawani, der die Aktion mit einer ganz persönlichen Überraschung bereicherte. Er stammt aus der syrischen Stadt Homs, wo er eine Bäckerei mit zwei Geschäften betrieben hatte. Vor zehn Monaten kam er als Flüchtling mit seiner Familie nach Melle und wurde dort vom Migrationsdienst der Caritas betreut. Als Zeichen der Dankbarkeit verteilte er nun zusammen mit der ehrenamtlichen Integrationslotsin Hanadi El Khatib selbstgebackene syrische Köstlichkeiten an die Teilnehmer.

Zum dritten Mal beteiligte sich die „Arbeitsgemeinschaft Caritative Dienste in Stadt und Landkreis Osnabrück“ an der bundesweiten Aktion „Eine Million Sterne“, die auf der jährlichen Caritas-Kampagne beruht. Das Motto in diesem Jahr: „Globale Nachbarn – Weit weg ist näher als du denkst“. Dazu passe der Aspekt der Flüchtlingshilfe, mit dem alle Verbände der Arbeitsgemeinschaft Berührungspunkte haben, erklärte Carina Uhlen. Darüber, wie genau diese Hilfe aussieht, was die Caritas und eine Vielzahl von Ehrenamtlichen für Flüchtlingsfamilien tut, informierte Caritas-Mitarbeiterin Melanie Kröger, bevor gemeinsam mit der Schola der Kleinen Kirche Lieder angestimmt wurden und im Schein der Kerzen noch längerer Austausch stattfand.