Eine kleine Welt im Maßstab 1:87 Osnabrücker Eisenbahnfreunde mit 21. Miniaturausstellung

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Osnabrück. An Burgen und Weinbergen vorbei, durch Tunnel und über Bahnhofsgelände, über Brücken, durch Wälder und kleine Dörfer fuhren am Wochenende wieder 32 Modell-Züge der Eisenbahnfreunde Osnabrück. Bereits zum 21. Mal veranstaltete der Verein seine jährliche Miniatur-Ausstellung im Franziskanerkloster an der Bramscher Straße.

Mit den Einnahmen wird die Wärmestube und damit die Nichtseßhaftenbetreuung unterstützt. Am Ende des Tages konnte die Schallmauer von 100000 Euro Gesamtspendensumme durchbrochen werden.

Mit sechs Computern wird die gesamte Modulanlage im Maßstab H0 , 1:87 gesteuert. „Jede Zugbewegung ist in den PCs hinterlegt. Wir schalten ein, den Rest machen die Computer“, erklärte Jürgen Wiethäuper vom Vorstand der Eisenbahnfreunde. Zwischen den staunenden Besuchern stand auch der vierjährige Claas aus Bad Essen und verfolgte zusammen mit seinem Onkel Karl-Heinz Modrei die Wege der Bahnen mit großen Augen. Zuhause habe er auch eine Eisenbahn, allerdings eine aus Holz und ohne Elektrik, erzählte er. Man könne sich an der Anlage gut drei bis vier Stunden aufhalten meinte Karl-Heinz Modrei, denn es gäbe so viele verschiedene Ansichten und kleine Details zu entdecken.

Die derzeit 16 Mitglieder der Eisenbahnfreunde haben in den drei Tagen des Aufbaus und zusätzlichen drei Tagen des „in Gang bringens“ an den rund 400 Metern Gleisstrecke pfiffige Feinheiten aufgebaut. Dazu gehört auch der neue kleine Töpferstand neben dem Modell-Kloster, mit dem der Verein Schwester Josefo überraschte, die vor Kurzem ihren 80. Geburtstag feierte. „Schwester Josefo kümmert sich um die Töpferstube im Kloster und auch um die Wärmestube“, klärte Jürgen Wiethäuper die Gäste durch das Mikrofon auf. Und wenn man genau hinschaut, erkennt man hinter dem Tresen der Miniatur-Töpferstube sogar besagte Schwester Josefo im Kleinformat.

Im Vergleich zur letztjährigen Ausstellung hat sich die Anlage in einigen Details weiterentwickelt. Zukünftig planen die Eisenbahnfreunde weitere Gimmicks wie Bewegungs-, Licht-, oder Toneffekte. Im nächsten Jahr können Besucher dann, so der Ausrichter, vielleicht schon per Knopfdruck bestimmte Effekte in der Modellanlage selbst auslösen.

Für derartige Kniffe hatte der Verein vor dieser Ausstellung noch keine Zeit, denn er befindet sich gerade mitten im Umzugsstress. Nach 20 Jahren als Gast in den Räumen des Franziskanerklosters, richten sie nun im Dachgeschoss ihr neues Vereinsheim ein. „Auf 260 Quadratmetern können wir dort unsere Anlage dauerhaft aufstellen, daran spielen und arbeiten. Zudem wird es eine Bastelecke, eine gemütliche Sitzecke und eine Küchenzeile geben. Sicher wird das Vereinsleben dadurch intensiviert“, freut sich Jürgen Wiethäuper.

Wer Interesse habe, bei den Eisenbahnfreunden aktiv zu werden, findet Informationen auf der neuen Homepage www.eisenbahnfreunde-osnabrueck.de .


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