Freizeitverkehr entzerren Stadt will Parken am Rubbenbruchsee erleichtern

Von Jann Weber

Auflösung für die Verwirrung? Ein großer Parkplatz und eine neue Verkehrsführung sollen die Situation am nördlichen Rubbenbruchsee entzerren – und die Nerven der Anlieger entlang des Birkenwegs schonen. Foto: Archiv/Hermann PentermannAuflösung für die Verwirrung? Ein großer Parkplatz und eine neue Verkehrsführung sollen die Situation am nördlichen Rubbenbruchsee entzerren – und die Nerven der Anlieger entlang des Birkenwegs schonen. Foto: Archiv/Hermann Pentermann

Osnabrück. Löst sich das Chaos am Rubbenbruchsee bald auf? Ein Parkplatz für 150 Autos soll auf einer Fläche zwischen dem Rubbenbruchweg und dem Landwehrgraben Erleichterung für Bewohner der Siedlung und für die Freizeitgäste bringen. Der Stadtentwicklungsausschuss hat dafür ein Konzept beschlossen.

Ist das Wetter schön, biegt ein Auto nach dem anderen von der Wersener Straße in den Birkenweg ein und fährt zum nördlichen Ende des Rubbenbruchsees. Viele Besucher wollen dort ihre Freizeit verbringen – und erholen sich dann zunächst von der Parkplatzsuche. Währendessen empören sich die Anlieger über Autos, die in ihrer Siedlung mehr oder weniger geordnet herumstehen. Das soll sich ändern.

Auch künftig sollen die Freizeitgäste bis zum Parkplatz ganz in der Nähe des nördlichen Seeufers fahren können. Erst wenn alle Plätze besetzt sind, werden die Fahrer über den Rubbenbruchweg zum Entlastungsparkplatz geleitet. Damit die Besucher ihre Autos nicht einfach auf dem Weg in der Nähe des Cafés abstellen, plant die Verwaltung, die Fahrbahn zu verengen. Sie will außerdem prüfen, ob für Gäste des Cafés, der Minigolfanlage und des Bootsverleihs eine Regelung mit einer Schranke möglich ist. Damit der neue Parkplatz angenommen wird, soll direkt von dort aus ein attraktiver Weg zum See führen. Dazu bietet sich die historische Eversburger Landwehr an. Die Verwaltung will prüfen, ob der bereits vorhandene Weg ausreicht.

Es soll künftig auch von der Wersener Straße aus möglich sein, direkt auf den neuen Parkplatz zu gelangen. Doch sieht die Verwaltung zunächst den Birkenweg – wegen seiner „Leistungsfähigkeit“ – als Erschließungsstraße. Auch neue Ampelführungen sollen dabei helfen, die Zu- und Abfahrt zu erleichtern.

Um den Verkehr in der Seenähe zu entzerren, plant die Verwaltung außerdem eine Einbahnstraße für den Barenteich auf dem kurzen Abschnitt zwischen dem Birkenweg und der Zufahrt zum Ufer: Autofahrer sollen künftig nur noch in Richtung Westen fahren dürfen. Die Rückfahrt wäre dann nicht mehr über den Birkenweg, sondern nur noch über den Rubbenbruchweg möglich, der dann überwiegend als Einbahnstraße in Richtung Norden führt.

Zur Entlastung soll darüber hinaus beitragen, dass Freizeitgäste auch auf anderen Wegen in Richtung Rubbenbruchsee fahren können. Dazu sollen neue Schilder animieren. Die Verwaltung will unter anderem an der Rheiner Landstraße auf Parkplätze am Ende des Lotter Kirchwegs aufmerksam machen. Gleichwohl ist bekannt, dass sich Anwohner in der Umgebung über parkende Autos ärgern, deren Fahrer allerdings nicht unbedingt zum See, sondern vielmehr ins Klinikum wollen. An der Händelstraße und am Heger Holz sollen Schilder darauf hinweisen, dass sich an der Reithalle ein Parkplatz befindet.

Manche Besucher bevorzugen allerdings auch einen Weg, den die Verwaltung in ihren Planungen bislang nicht weiter beachtet hat: Sie lassen ihr Auto in der Umgebung der Sedanstraße stehen und wandern über den Barenteich zum Rubbenbruchsee.