Ein Bär hat’s schwer „Bären“: Eindrucksvolle Naturaufnahmen

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Osnabrück. Die Disney-Nature-Dokumentation über „Bären“ zerstört leider die Wirkung ihrer eindrucksvollen Naturaufnahmen durch sinnlose Geschwätzigkeit.

So ein Bär hat’s schwer. Hungrig erwacht die Braunbärmutter aus dem Winterschlaf. Gemeinsam mit ihren beiden Jungen muss sie sich durch die noch verschneiten Berge Alaskas an die grüne Küste kämpfen. Hunger kann nicht warten. Aber sie muss nicht nur den Kampf gegen Hunger, Wildnis und bösartige Artgenossen gewinnen. Am Ende des Jahreszyklus muss sie sich auch genügend Fettvorräte anfuttern, um während des nächsten Winterschlafes ausreichend Milch für ihren Nachwuchs zu haben. Ein „goldener Teich“ voller Lachse wäre da eine wirklich gute Lösung.

Klar, dass die Bären und ein Wolf in dieser Disney-Nature-Dokumentation Namen zugewiesen bekommen haben. Dass die Mutter so heißt wie ein großer Pay-TV-Anbieter, ist noch verschmerzbar. Wirklich schlimm wirkt jedoch die Tatsache, dass der Film nach allen Regeln der Geschwätzigkeit kaputt gequatscht wird. Was hat man als Zuschauer von den eindrucksvollen Naturaufnahmen, wenn sie von einem Sprecher aus dem Off permanent mit sinnfreien bis idiotischen Textbrocken ihrer Wirkung enthoben werden? „Ich geh mit meiner Muschel Gassi“. Schon klar.

Bären. USA 2014. R: Alastair Fothergill, Keith Scholey. Laufzeit: 78 Minuten. Ab 0. Cinema-Arthouse.


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