Grüne und SPD stellen Ratsantrag Ein Wohnheim direkt neben dem Osnabrücker Campus

Von Dietmar Kröger

Diese Wiese an der Sedanstraße soll nach Willen von SPD und Grünen demnächst ein Studentenwohnheim zieren.Foto: Michael GründelDiese Wiese an der Sedanstraße soll nach Willen von SPD und Grünen demnächst ein Studentenwohnheim zieren.Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Freitag nun war es offiziell so weit: Die Fraktionschefs von SPD und Grünen im Stadtrat stellten ihren Antrag für die Ratssitzung am kommenden Dienstag vor, mit dem sie die Verwaltung beauftragen, ein städtisches Grundstück an das Studentenwerk zwecks Errichtung günstigen Wohnraums für den akademischen Nachwuchs zu verkaufen.

So sehen Sieger aus: Mit strahlenden Gesichtern und einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen präsentierten Frank Henning und Michael Hagedorn ihren Antrag , der im Wesentlichen vorsieht, das Grundstück an der Ecke Sedanstraße/Friedrich-Janssen-Straße mit einer Größe von 2800 Quadratmetern zu einem Preis von 120 Euro pro Quadratmeter zu verkaufen. Die Stadt soll sich für den Fall eines Weiterverkaufs durch den Käufer, das Studentenwerk, das Vorkaufsrecht sichern. (Hagedorn: „Wir haben aus den Fehlern am Güterbahnhof gelernt.“) Und das Gebäude mit 60 bis 70 Plätzen soll als Passivhaus gebaut werden.

„Wir wollen mit dem Verkauf einen kommunalen Beitrag zur Schaffung studentischen Wohnraums schaffen“, so Henning. 120 Euro pro Quadratmeter seien ein fairer Preis, bei dem die Stadt keine Verluste mache und das Studentenwerk günstig ein Grundstück erwerbe. Die Auswirkungen auf den angespannten Wohnungsmarkt seien zwar sicherlich nur bescheiden, so Hagedorn, aber es sei ein Schritt zur Erfüllung des Wahlversprechens von SPD und Grünen, in Osnabrück bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Letztendlich sei es ja egal, wer denn nun wann die Idee zur Veräußerung dieses Grundstück gehabt habe, so Hagedorn. Einen kleinen Seitenhieb auf Oberbürgermeister Wolfgang Griesert konnte er sich aber dennoch nicht verkneifen. „Ausbremsen kann man nur jemanden, der auch in Bewegung ist“, so der Grünen-Politiker mit Blick auf einen Bericht in unserer Zeitung zum Thema „Studentenwohnheim“. Das Vorgehen in dieser Sache sei in der Tat „ein bisschen ungewöhnlich“ gewesen, räumt Hagedorn ein. „Wenn am Ende dann aber alle zustimmen, ist doch alles gut“, so Henning und Hagedorn.