NOZ-Blätterwald in Bramsche Warum in totem Holz ganz viel Leben ist

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Totholzbaum mit Spechtlöchern auf der Pflanzfläche in Engter. Foto: Michael GründelTotholzbaum mit Spechtlöchern auf der Pflanzfläche in Engter. Foto: Michael Gründel

Bramsche. Totholz ist die Grundlage für neues Leben, somit sehr wichtig fürs Ökosystem Wald. Auf der Pflanzfläche für den NOZ-Blätterwald in Bramsche-Engter (Im Fuhldiek) ist ein wunderbarer Totholzbaum zu bewundern, dessen zahlreiche Spechtlöcher und beeindruckende Besiedlung durch Pilze beim Pflanzfest am 1. Advent (30. November) sicherlich nicht nur Kinder faszinieren wird.

Totholz im Wald und vielleicht sogar im Garten ist auf den ersten Blick vielleicht nichts für Fans ausgeprägter Ordnung, wer aber versteht, welchen Wert totes Holz hat, gewinnt sicher einen neuen Blick für abgestorbene Bäume und Äste.

Viele Pflanzen und Tiere sind an der Zersetzung von Holz beteiligt, aber nicht nur das: Totholz ist auch ein wichtiger Wohn- und Lebensraum für Tiere, die längst auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen.

Die Forstwirtschaft weiß längst um den Wert von Totholz und erhält bewusst Anteile davon im Wald, erläutert Hans-Heinrich Schulze, technischer Sachbearbeiter des Fachdienstes Umwelt, Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Osnabrück.

Mit Blick auf die Totholz-Kiefer auf der NOZ-Blätterwaldfläche erklärt er, dass Spechte in totem Holz nicht nur nach Nahrung suchen, sondern auch Höhlen darin bauen. Diese werden auch von anderen Tieren genutzt.

Rund ein Fünftel aller Waldtiere sowie über 2500 Pilzarten hängen in irgendeiner Weise vom Totholz ab. Hinzu kommen Pflanzen, Flechten, Bakterien und Algen. Ein totholzreicher Wald ist ein artenreicher Wald, und je mehr verschiedene Totholzformen da sind, desto größer ist die Artenvielfalt.


Am 1. Advent (Sonntag, 30. November) wird in Bramsche-Engter an der Straße Im Fuhldiek eine ehemalige Nadelholz-Monokultur zum Laubmischwald aufgeforstet. Der Umweltschutzverein Trinkwasserwald wird dabei von den Tageszeitungen der NOZ Medien in Stadt und Landkreis Osnabrück unterstützt sowie von Firmen und Institutionen der Region . Viele Leser haben zudem Patenschaften für Bäume übernommen. Wer liebe Menschen mit Baumpatenschaften beschenken möchte, kann in den Geschäftsstellen unserer Zeitung Patenschafts-Urkunden bekommen. Das Pflanzfest findet von 12 bis 15 Uhr statt. Eine Karte für den Weg zur Pflanzfläche in Engter finden Sie hier (bitte ein bisschen herunterscrollen).

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN