Dürer-Werke reisen nach Gmünd Gmünd in Kärnten zeigt Osnabrücker Stücke

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Vertragsunterzeichnung: Eva Berger (v. links), Erika Schuster, Rita Maria Rzyski, Julia Berger, Joachim Werren. Foto: GründelVertragsunterzeichnung: Eva Berger (v. links), Erika Schuster, Rita Maria Rzyski, Julia Berger, Joachim Werren. Foto: Gründel

Osnabrück. Nun ist es besiegelt: 40 Originalholzschnitte und Kupferstiche aus der Osnabrücker Albrecht-Dürer-Sammlung gehen im nächsten Jahr auf eine Reise nach Gmünd. Die Künstlerstadt in Kärnten wird die ausgesuchten Exponate, unter anderem drei Meisterstiche, von Mai bis Oktober in der Stadtturmgalerie zeigen.

„Für den Süden Österreichs wird die Ausstellung eine Sensation“, ist sich Dr. Erika Schuster sicher. Die Geschäftsführerin der Kulturinitiative Gmünd und Leiterin des Büros der Künstlerstadt hatte vor knapp zwei Jahren die Initiative ergriffen und in der Gmünder Freundschaftsstadt Osnabrück angefragt, ob sie denn mal einige Düreroriginale ausleihen könnten. „Dann folgte eine langwierige Prozedur“, erklärt Stadträtin Rita Maria Rzyski. Die Konrad-Liebmann-Stiftung in der Stiftung Niedersachsen als Eigentümerin der Werke musste ihr Okay geben, ein Fachmann musste beurteilen, ob die Ausleihe aus konservatorischen Gründen machbar sei, die Räume, in denen die Drucke hängen sollten, mussten inspiziert werden. „Da muss eine Vertrauensbasis aufgebaut werden“, so Rzyski.

Jetzt ist alles in den sprichwörtlichen „trockenen Tüchern“: Im Beisein von Frau Rzyski sowie von Dr. Eva Berger, Direktorin des Kunstgeschichtlichen Museums Osnabrück, und Julia Schuster, der Kuratorin der Gmünder Ausstellung, unterzeichneten Erika Schuster und Joachim Werren, Generalsekretär der Stiftung Niedersachsen, den Verleihvertrag. Darin wird unter anderem geregelt, dass die über 500 Jahre alten Originale, die ausgesprochen Licht- und Feuchtigkeitsempfindlich sind, nicht länger als drei Monate am Stück ausgestellt werden dürfen. Daher ist die Ausstellung in Österreich auch in zwei Etappen aufgeteilt: Ende Juli werden die Exponate ausgewechselt. „Dadurch können wir aber auch zwei Vernissagen feiern“, freut sich Kuratorin Julia Schuster.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN