Aktionstag der Universität Gegen Belästigung und Gewalt am Osnabrücker Campus

Sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt gibt es auch an Hochschulen. Die Uni Osnabrück begegnet dem mit einem Aktionstag am 25. November. Symbolfoto: Colourbox.deSexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt gibt es auch an Hochschulen. Die Uni Osnabrück begegnet dem mit einem Aktionstag am 25. November. Symbolfoto: Colourbox.de

pm/sst Osnabrück. Obszöne Witze beim Mittagessen, zufällig scheinende Berührungen oder abwertende Kommentare zur geschlechtlichen Orientierung: Sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt gibt es auch an Hochschulen. Öfter als vermutet sind davon Männer betroffen. Die Uni Osnabrück begegnet dem mit einem Aktionstag am Dienstag, 25. November.

Anlass gibt der Internationale Tag gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. Die Veranstaltung des Gleichstellungsbüros soll zu einer offenen Auseinandersetzung mit dem Thema ermutigen. Der Aktionstag richtet sich vor allem an Studenten und Mitarbeiter der Universität Osnabrück. Darüber hinaus ist die interessierte Öffentlichkeit eingeladen.

Keine Tabus

„Sexualisierte Diskriminierung und Belästigung an deutschen Hochschulen ist nach wie vor ein gesellschaftliches Tabu und die Auseinandersetzung damit oft von Scham und Unsicherheit geprägt“, sagt Annkatrin Kalas, Gleichstellungsreferentin der Universität. Es sei der Universität ein besonderes Anliegen, dieser Tabuisierung entgegen zu wirken und ihren Angehörigen mehr Orientierung und Handlungssicherheit zu geben.

Vorträge und Workshops

Der Aktionstag startet um 10 Uhr in der Schlossaula. Zu den Rednern gehört Katrin List, Projektkoordinatorin des Länderberichts Deutschland einer EU-weiten Gendercrime-Studie über geschlechterbasierte Gewalt, Stalking und Verbrechensangst ( PDF-Download ). Gemeinsam mit Kornelia Krieger, Geschäftsführerin der Frauenberatungsstelle Osnabrück, und Christian Spoden, Leiter der Fachstelle für Gewaltprävention Bremen/Bremerhaven, beteiligt sie sich anschließend an einer Diskussionsrunde.

Am Nachmittag bieten die drei Experten Workshops an. Sie drehen sich um die Themen Sicherheit an Hochschulen, sexualisierte Belästigung von Männern sowie Ausmaß und Auswirkungen sexualisierter Belästigung. Ein vierter Workshop liefert einen Einstieg in die Selbstverteidigung.

Anmeldung erbeten

Anmeldungen nimmt das Gleichstellungsbüro der Universität Osnabrück bis zum 18. November per E-Mail oder telefonisch unter 0541/969-4487 an.