Campus-Auswahl erfolgreich Osnabrücker Studenten bei Roboter-Wettbewerb vorne

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


pm/sst Osnabrück. Auf dem Gebiet der Robotik arbeiten Hochschule und Universität Osnabrück eng zusammen. Jetzt hat ein gemeinsames Team den dritten Platz beim internationalen Wettbewerb „Sick Robot Day“ 2014 belegt.

Alle zwei Jahre lobt der Sensorenhersteller Sick AG aus Waldkirch (Baden-Württemberg) diesen Wettbewerb aus. Im Internet veröffentlicht das Unternehmen dazu eine knifflige Aufgabe für selbstfahrende Roboter. Nach einem halben Jahr Entwicklungsarbeit messen dann Teams aus aller Welt ihre Kräfte: Dieses Jahr reisten Mannschaften aus Großbritannien, Italien, Paraguay, Russland, Schweden, Tschechien und Deutschland an.

Immer erfolgreich

Für die Osnabrücker war es bereits die vierte Teilnahme. Nach zwei zweiten Plätzen 2007 (Universität) und 2009 (Hochschule) sowie einem Sonderpreis, den 2012 eine Campus-Auswahl einheimste, schafften es Studenten und Wissenschaftler der beiden Hochschulen im Oktober erneut gemeinsam auf das Siegertreppchen.

„Platz 3 bei 15 starken Mannschaften aus sieben Ländern ist eine tolle Leistung. Wir sind sehr stolz auf unser Team“, werden die beiden Betreuer Andreas Linz vom Hochschullabor für Mikro- und Optoelektronik und Thomas Wiemann vom Universitätsinstitut für Informatik in einer am Dienstag verbreiteten Mitteilung zitiert. Die Aufgabe sei diesmal besonders schwierig gewesen: Die Roboter sollten Lagerlogistik simulieren.

Schlaue Roboter

Als Lager diente eine zwölf mal zwölf Meter große Arena, in deren Mitte vier Ladestationen platziert waren. An der Außenbande befanden sich vier nummerierte Zielpunkte. Die Roboter mussten an einer Ladestation Holzwürfel in Empfang nehmen, den darauf angebrachten Strichcode mit der Angabe zur Zielstation lesen und sie dann bei der richtigen Stelle abgeben. Gleichzeitig traten jeweils vier Fahrzeuge an – sie mussten laut den Regeln „ein sinnvolles Verhalten“ an den Tag legen, um sich gegenseitig nicht zu behindern. Eine besondere Herausforderung bestand in der genauen Positionierung des Fahrzeugs an Lade- und Zielstation sowie in der Konstruktion einer geeigneten Aufnahme für die Holzwürfel.

Die Osnabrücker Teammitglieder teilten sich die Aufgaben. Die sieben Universitätsstudenten Dominik Feldschnieders, Justin Güse, Tristan Igelbrink, Benjamin Kisliuk, Isaak Mitschke, Marcel Mrozinski (Teamleiter) und Marcel Wiegand kümmerten sich um die Navigation, die Erkennung des Strichcodes und die Lokalisierung der Zielstationen. Seitens der Hochschule übernahmen die wissenschaftlichen Mitarbeiter Alejandro Lorca Mouliaa und Andreas Trabhardt die Konstruktion und Programmierung einer aufwendigen Mechanik zur Aufnahme und zum Auswurf des Würfels sowie den mechanischen und elektrischen Aufbau des Roboters.

Pokal und 900 Euro

„Die Studenten haben ein halbes Jahr lang einen großen Teil ihrer Freizeit in das Projekt investiert. Umso schöner ist es, dass sie neben dem neuen Wissen im Bereich der Robotik und in Teamarbeit auch einen greifbaren Erfolgsbeweis bekommen haben“, betonen die Betreuer Linz und Wiemann. Denn der dritte Platz wurde mit einem Pokal und einem Geldpreis in Höhe von 900 Euro belohnt.

Der Sieger des Sick Robot Days wurde – wie bereits dreimal zuvor – das Team der italienischen Universität Parma. Silber ging an die Universität Tübingen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN