Sparkassenstiftung gibt 200000 Euro Neues Heim für Osnabrücker Orangs Buschi und Astrid

Von Dietmar Kröger

Mit Interesse verfolgten (v.l.) Johannes Hartig, Michael Lübbersmann, Reinhard Sliwka und Wolfgang Griesert die Erläuterungen von Andreas Busemann zum Modell des neuen Menschenaffenhauses. Foto: Jörn MartensMit Interesse verfolgten (v.l.) Johannes Hartig, Michael Lübbersmann, Reinhard Sliwka und Wolfgang Griesert die Erläuterungen von Andreas Busemann zum Modell des neuen Menschenaffenhauses. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Orang Untan Buschi kann entspannt in die Zukunft blicken: Der Um- und Ausbau seines Geheges ist ein großes Stück näher gerückt. Die Sparkasse Osnabrück und die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück haben dem Zoo am Dienstag eine Spende in Höhe von 200000 Euro überreicht.

Gleichzeitig konnten Zoopräsident Reinhard Sliwka und Zoogeschäftsführer Andreas Busemann erstmalig das Modell des neuen Menschenaffenhauses der Öffentlichkeit vorstellen. „Wir bauen um Buschis altes Zuhause drumherum“, so Busemann. Soll heißen: Der Bestand bleibt erhalten, durch Umbau und Erweiterung aber bekommen Buschi, seine Partnerin Astrid und die Gibbons, mit denen sich die beiden Orang Untans die Anlage teilen, wesentlich mehr Raum. Wobei sich dieses „Mehr Raum“ nicht nur in der Fläche, sondern vor allem auch in der Höhe niederschlägt. Affen sind ja eher dreidimensional im Raum unterwegs, deshalb ist es für sie besonders wichtig, auch nach oben ausreichend Bewegungsfreiheit zu haben.

Die Bauarbeiten sind so geplant, dass Buschi und Kollegen während des Umbaus nicht umziehen müssen. „Das wäre für Buschi nicht gut. Außerdem hat er schon beim Bau des Affentempels sehr viel Interesse an den Baurbeiten gezeigt“, schmunzelt Busemann. Für Buschi wird es einen gewissen Wiedererkennungswert geben, denn seine Anlage wird wie schon der Affenfelsen und die Tigeranlage im Stile Angkor Wats erbaut.

In Zahlen ausgedrückt sieht das so aus: Für die Orangs gibt es im Innenbereich 104 Quadratmeter zu den derzeitigen 130 Quadratmetern dazu. Durch die Aufstockung der Raumhöhe von fünf auf sechs Meter wächst das Volumen von 635 um zusätzliche 624 Kubikmeter. Insgesamt ergibt sich daraus ein Raumgewinn von 98 Prozent. Die Orang-Außenanlage erfährt einen räumlichen Zugewinn von 17 Prozent vor allem durch die Aufstockung des Gebäudes. Für die Gibbons ändert sich im Innenbereich nichts, dafür gibt es außen satte 125 Prozent mehr Raum, durch die Verdoppelung der Grundfläche und die Erhöhung des Deckenbereichs. Der Zuschauerbereich des Hauses wird ebenfalls überarbeitet. Für die Zoobesucher wird es eine neue Toilettenanlage inklusive einer Behindertentoilette geben, die dem stark angewachsenen Besucherstrom in diesem Bereich des Zoos und der längeren Verweildauer der Gäste Rechnung tragen soll. Kosten für den Bau: etwa 1,4 Millionen Euro.

„Der Bildungsauftrag ist eine wichtige Aufgabe der Zoos. Dafür ist es aber auch wichtig, dass die Zootiere gut untergebracht sind, nur dann funktioniert die Wissensvermittlung. Und dabei unterstützen wir gerne“, sagte Johannes Hartig, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück. Er überreichte den symbolischen Spendenscheck gemeinsam mit Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Landrat Michael Lübbersmann, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Sparkassenstiftung ist.

Der Zoo Osnabrück sei ein Leuchtturm der Region und locke Menschen aus dem Ruhrgebiet oder den Niederlanden an. Davon profitiere die gesamte Region, waren sich Lübbersmann und Griesert einig.

Zoopräsident Reinhard Sliwka bedankte sich für das Engagement: „Wir freuen uns sehr, dass die Sparkasse Osnabrück und die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück uns bei der Spendenaktion ‚Wir für Buschi‘ so großzügig unterstützen.“


Der beliebte und bekannte Orang-Utan Buschi und seine Partnerin Astrid benötigen ein neues Zuhause. Der 1971 im Zoo geborene Orang-Utan Buschi ist wohl die bekannteste Tierpersönlichkeit in Osnabrück. Viele kennen ihn schon von klein auf und haben ihn sogar als Baby auf dem Arm gehabt. Buschi malt gerne, löst knifflige Geschicklichkeitsspiele, liebt Gummibärchen und von Regen bekommt er schlechte Laune. Das Menschenaffenhaus ist trotz mehrerer Umbauarbeiten in die Jahre gekommen und soll bis 2016 umgebaut und vergrößert werden. Nach den neuen Tiergehegen in „Takamanda“ mit einer über 3.000 Quadratmeter großen Außenanlage für die Schimpansen oder dem Umbau der Bärenanlage in „Kajanaland“ soll nun endlich Buschi ein größeres Zuhause bekommen. Auch die Zoobesucher wünschen sich für die Menschenaffen mehr Platz.

Um sein neues Zuhause schnell realisieren zu können, möchte der Zoo mit der Spendenaktion „Wir für Buschi“ alle Buschi-Fans für den Umbau mobilisieren, denn dieser kostet rund 1,6 Millionen Euro. Wie der benachbarte Affentempel und der im April 2014 eröffnete Tigertempelgarten soll das neue Zuhause bald einer asiatischen Tempelruine gleichen und somit die Tierwelt „Angkor Wat“ im Zoozentrum erweitern.

Spenden per Überweisung an:

Zoo Osnabrück

Stichwort: Wir für Buschi

Sparkasse Osnabrück

Kto-Nr. 581 504

BLZ 265 501 05

International

Swift-Code (BIC-Code): NOLA DE 22

IBAN-Code: DE12 2655 0105 15 5127 59 67

Spenden ab 100 Euro werden dauerhaft an einer Spendentafel in „Angkor Wat“ dargestellt. Alle Spender erhalten auf Wunsch eine Spendenbescheinigung.