40000 Euro Hohes Schmerzensgeld nach dem Totschlag an der Iburger Straße

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der Haupttäter Michael A. und seine zwei Komplizen müssen 40000 Schmerzensgeld an die Hinterbliebenen des Opfers zahlen. Archivfoto: Elvira PartonDer Haupttäter Michael A. und seine zwei Komplizen müssen 40000 Schmerzensgeld an die Hinterbliebenen des Opfers zahlen. Archivfoto: Elvira Parton

Osnabrück. Die Eltern des getöteten Matthias B. haben ein hohes Schmerzensgeld erstritten. Das Landgericht Osnabrück verurteilte die drei Täter am Dienstag wegen der besonderen Brutalität der Tat zur Zahlung von 40000 Euro an die Hinterbliebenen.

Es ist nach Angaben von Rechtsanwalt Bernhard Weiner, der die Eltern von Matthias B. aus Ibbenbüren, vertritt, das höchste Schmerzensgeld, das Hinterbliebenen in vergleichen Fällen in Deutschland bislang zugespochen worden ist. Das Urteil nehme er „mit stiller Zufriedenheit“ zu Kenntnis, sagte Weiner nach dem Urteil der Zivilkammer. Er äußerte die Hoffnung, dass von diesem Urteil ein Umdenken in der Gesetzgebung ausgeht und die Schmerzensgeldreglungen geändert werden. DasUrteil ist nicht rechtskräftig.

Angegriffen, zusammengeschlagen, erstochen

Matthias B. war im September 2011 auf der Iburger Straße in Osnabrück von drei jungen Männern angegriffen, geschlagen und vom damals 17-jährigen Haupttäter mit zwei Messerstichen getötet worden. Der Zivilrichter sagte am Deinstag, der Haupttäter sei mit besonder Brutalität vorgegangen, habe „vorsätzlich, völlig gefühllos und reflektiert“ das Opfer mit einem Messer angegriffen.

Genugtuungsfunktion

Das Schmerzensgeld erfülle daher vor allem eine „Genugtuungsfunktion“. Die Eltern von Matthias B. hatten 50000 Euro gefordert.

Der Haupttäter muss nach dem Urteil der Zivilkammer für 36000 Euro haften, für weitere 4000 Euro müssen alle drei Täter geradestehen. Die beiden Mittäter hatten auf Matthias B. eingeschlagen, die tödliche Waffe führte aber nur der Haupttäter Michael A. Er wurde 2012 zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt. Die Komplizen erhielten zweieinhab Jahre beziehungsweise 15 Monate.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN