Osnabrücker Rammler 900 Besucher bei Kaninchen-Zuchtausstellung

Von Frank Muscheid

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. Alles, was das Züchterherz begehrt, und echte Rassevielfalt bei 248 ausgestellten Kaninchen – so hat der Vereinsvorsitzende Uwe Witte die erste Allgemeine Sutthauser Dütetal-Ausstellung des Rassekaninchen-Züchtervereins I 67 Osnabrück-West am Samstag zur Eröffnung beworben.

Möglich sei die zugleich 48. Lokalschau nur dank vieler engagierter Ehrenamtlicher. „Bei Ausstellern und Besuchern wollen wir nächstes Jahr noch drauflegen“, sagte Vereinsmitglied Stefan Witte bei geschätzt 900 Besuchern am Wochenende.

Bei den Ehrenamtlichen bedankte sich auch der Landesverbandsvorsitzende der Rassekaninchenzüchter Weser-Ems Johann Vrielink: „Ihr macht hier sehr viel. Ich ziehe den Hut davor.“ Die seit 38 Jahren veranstaltete Allgemeine Sutthauser Rammler-Ausstellung sei ein über den Landesverband hinaus bekanntes Highlight gewesen. Er wünschte der neuen Ausstellung den erhofften Zulauf. Zur Dütetal-Schau gratulierte außerdem Siegfried Görtemöller vom Vorstand des Kreisverbands Osnabrück und wünschte „in Zukunft ein paar mehr Tiere“. „Wir können das Zelt beliebig verlängern“, warb Uwe Witte. An einer Ausstellung mit 4000 Tieren wirkt der Verein am 29. und 30. November mit: der 63. Allgemeinen Niedersächsischen Kaninchenschau in der Halle Gartlage.

Offiziell eröffnete schließlich der Osnabrücker Bürgermeister Burkhard Jasper die Schau und gratulierte allen Preisträgern: „Wir erleben hier Tradition und etwas Neues“, das sei zusammen genauso gut für einen Verein wie ein erfolgreicher Vorsitzender.

Uwe Witte hat unter seinen derzeit 96 Tieren die beste „Farbenzwerge“-Zuchtgruppe der Ausstellung. Für so viele Tiere hat er auch viel Platz: Auf seinen 1500 Quadratmetern in Sutthausen befindet sich zudem eine Futterwiese. 1972, mit acht Jahren, trat er dem Verein bei. Kaninchen seien gut mit dem Beruf als Vertriebler zu vereinbaren, das schätzt er an dem Hobby: „Es macht Spaß. Sie sind handzahm und strahlen so eine Ruhe aus.“

Trotzdem hat auch der 63 Mitglieder starke Verein Nachwuchsprobleme. Ob „Kaninhop“ es richtet? So professionell aufgezogen wie bei Reitsport überwinden dabei sprungfreudige Zwergwidder bis zu 50 Zentimeter hohe Hindernisse auf 25-Meter-Bahnen. Jeden ersten und dritten Samstag im Monat von 14 bis 16 Uhr leitet der 71-jährige Osnabrücker Jürgen Hesse Kinder und Jugendliche beim Training an, derzeit in der Auto-Ausstellungshalle auf dem Gelände von Fehrmann & Neubert.

Bis zu sechs Turniere im Bundesgebiet stehen jährlich an, 2007 wurde der Sport als dreijähriges Pilotprojekt aus Dänemark übernommen. „Die Tiere müssen springen wollen“, erklärt Hesse, langjähriger Preisrichter für Rassekaninchen und bedacht auf den artgerechten Umgang mit den athletischen Kaninchen. Vielleicht werden Greta (5) und Hugo (3) mal Kaninchen-Trainer? Janine Rörsch hat mit ihren Kindern schon im vergangenen Jahr die Ausstellung besucht, diesmal ist auch ihr sechsmonatiger Sohn Emil mit dabei: „Wir sind hier, weil die Kinder gern Kaninchen streicheln, die sind so kuschelig. Der perfekte Ausflug für den Samstagvormittag.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN