Kunstlied und Gitarre Natalia Atamanchuk und Oliver Alt im Osnabrücker Ledenhof

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Natalia Atamanchuk und Oliver Alt begeisterten im Ledenhof.

            

              
              Foto: Egmont SeilerNatalia Atamanchuk und Oliver Alt begeisterten im Ledenhof. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Einst sang die Sopranistin Theresa Berganza altspanische Canciones, begleitet vom Gitarristen Narciso Yepes. Heute tun dies Natalia Atamanchuk und Oliver Alt im Renaissance-Saal des Osnabrücker Ledenhofs.

Atamanchuks Sopran besitzt lyrische Höhen, ein kräftig metallisches Zentrum und bezaubert überdies mit samtener Tiefe. Der Ton des Gitarristen klingt weich, aber doch prägnant, geschmeidig phrasierend, dabei treffsicher in jedem Akzent.

Alonso Mudarras Canciones von 1546 sind edle Gesänge mit anspruchsvollen Texten, gelegentlich auch höfische Scherzlieder, wie „Isabel, perdiste la tu faxa“. Anders die neuen Canciones von Guido Santorsola. Expressive Solopartien fordern hier den stets auswendig begleitenden Gitarristen heraus. Reginald Smith Brindles Lieder verlangen motivisch illustrierende Begleitungen, etwa klopfende Repetitionen in wechselnder Tonhöhe bei „My own heart“.

In ausgewählten Gitarrenliedern Tilo Medeks beeindruckt Atamanchuk durch virtuose Wortartikulation, herausragend das „Unterm Wasser zu singen“. Gottfried von Einems Leib- und- Seelen-Songs op. 53 sind, unvorhersehbar in ihren melodischen Wendungen, geschickt versteckte Strophenlieder. Sie werden ganz von der Singstimme beherrscht.


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