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Keine Evakuierung Bombenentschärfung in Osnabrück abgesagt  

Die Bombenhülle: Von dem Sprengkörper ging laut Stadt keine Gefahr mehr für Anwohner aus. Foto: Stadt OsnabrückDie Bombenhülle: Von dem Sprengkörper ging laut Stadt keine Gefahr mehr für Anwohner aus. Foto: Stadt Osnabrück

meba/pm Osnabrück. Die Stadt Osnabrück hat die für Sonntag angesetzte Entschärfung einer Weltkriegsbombe abgesagt. Am Samstagabend hieß es: Von dem Sprengkörper gehe keine Gefahr mehr aus.

Die geplante Evakuierung bleibt folglich aus, teilte die Stadt am Samstagabend mit. Die Anwohner könnten in ihren Wohnungen bleiben. Noch am Abend sollten die Arbeiten an der Fundgrube abgeschlossen sein, sagte Jürgen Wiethäuper, Leiter des Ordnungsamtes. Die Behörde koordiniert Bombenentschärfungen in Osnabrück.

Die amerikanische Bombe war offenbar in der Vergangenheit bereits teildetoniert. Das stellten die Einsatzkräfte bei den Vorbereitungen für die geplante Entschärfung am Sonntag fest. Der Sprengkörper war aufgeplatzt, aber nicht komplett zerstört.

Grundwasser abgesenkt

In der Grube rund um die Bombenhülle fanden die Experten Sprengstoffreste in größeren Mengen, außerdem den Kopfzünder. „Es war klar: Dieser Sprengkörper kann nicht mehr ohne Weiteres explodieren“, sagte Wiethäuper gegenüber unserer Redaktion. Die Kampfmittelbeseitigung könne stattfinden, ohne dass die Anwohner ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssten. Ursprünglich sollten 8000 Menschen im Stadtteil Schinkel-Ost ihre Wohnungen räumen.

Die Grundwasser-Senkung, die man vorgenommen hatte, um die Grube rund um die Weltkriegsbombe auszuschachten, solle noch am Abend rückgängig gemacht werden. So werde eine Gefahr für die Statik des nahestehenden Wohnhauses minimiert.