Vortrag in der Stadthalle Abenteurer und Alpinist: Reinhold Messner in Osnabrück

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CBY Osnabrück. „An der Grenze können wir selbst am besten entdecken, wer wir eigentlich sind.“ Mit bildreichen Sätzen erklärte Reinhold Messner am vergangenen Freitagabend in der Osnabrückhalle seine Leidenschaft für das Abenteuer und die Extreme.

In seinem zweistündigen Vortrag „ÜberLeben“ streifte der bekennende Abenteurer und Alpinist, der kürzlich mit dem Bad Iburger Courage-Preis ausgezeichnet wurde, eine Vielzahl von Themen. Dabei verwob er biographische und gesellschaftliche Elemente und bot den 950 Besucherinnen und Besuchern einen ehrlichen Einblick in seine Gedankenwelt. Vor der riesigen Leinwand mit ihren beeindruckenden Aufnahmen von Schneelandschaften und Berggipfeln wirkte der drahtige 70-jährige Messner klein.

In gelbgoldenes Scheinwerferlicht getaucht erläuterte er die Aufnahmen und präsentiert sich dabei als gekonnter Geschichtenerzähler. Mit anschaulichen Beschreibungen spannte er den Bogen von seiner frühen Kindheit in Südtirol und den späteren spektakulären Bergbesteigungen bis hin zu seinem heutigen Engagement als Stifter und Museenbetreiber.

Dabei ging Messner auch immer wieder auf gesellschaftliche Besonderheiten in den von ihm besuchten Regionen ein. Mit Anekdoten und Erlebnisberichten hob er zudem einige Erfahrungen besonders hervor. Sachlich beschrieb Messner auch die Ereignisse am Nanga Parbat 1970, als sein Bruder, stark geschwächt von einem zu schnellen Aufstieg beim letzten Teilstück, durch eine Lawine verstarb.

Messner geht es, das wurde immer wieder deutlich, um das ursprüngliche, unverfälschte und unverwechselbare Erlebnis, um Herausforderungen als Ausdruck einer selbstgewählten und -entschiedenen Sinnsuche. Er sei immer ein „horizontsüchtiger Wanderer“ geblieben, ein „Eroberer des Nutzlosen“, daran würde sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern.


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