Fit für den Arbeitskampf Ameos-Auszubildende in Osnabrück fordern Tarifvertrag

Von Ulrike Schmidt

Mit Trillerpfeifen forderten die Auszubildenden des Ameos-Klinikums Tarifverhandlungen ein. Foto: Michael GründelMit Trillerpfeifen forderten die Auszubildenden des Ameos-Klinikums Tarifverhandlungen ein. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Mit einem lautstarken und sportlichen Protestzug durch die Innenstadt haben Auszubildende des Ameos-Klinikums am Freitagnachmittag Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag eingefordert.

Nachdem der Ameos-Konzern vor einem Jahr den Tarifvertrag gekündigt hatte, erhalten die seither eingestellten Auszubildenden deutlich weniger Vergütung als ihre Kollegen. „Wir lernen eine verantwortungsvolle Aufgabe. Aber verlässlich ist nichts, was zum Wert dieser Arbeit gehört“, sagen die jungen Leute.

In den Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Ameos-Konzern könnte aber Bewegung kommen. Nachdem Verdi-Funktionäre vor einigen Monaten die Zustände im Ameos-Klinikum Hildesheim öffentlich kritisiert hatten, waren die Fronten verhärtet. Die Schweizer Konzernspitze hatte darauf das Vertrauensverhältnis als gestört empfunden.

Die Gewerkschaft hat darauf reagiert und den Verhandlungsführer gewechselt. Michael Dieckmann vom Ameos-Vorstand zeigte sich am Freitag gegenüber dem NDR „vorsichtig optimistisch, dass es kurzfristig wieder zu Verhandlungen kommen kann“.

Die Osnabrücker wollen nach Auskunft von Verdi-Mitarbeiterin Nicole Verlage den Streik dennoch fortsetzen. „Ameos hat mehrfach Verhandlungstermine kurzfristig abgesagt. Wir hören erst auf, wenn es ernsthafte Verhandlungen gibt.“