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08.11.2014, 13:40 Uhr DAS SANKT-FLORIAN-PRINZIP

Energiewende wie eine Quadratur des Kreises

Kommentar von Franz-Josef Raders

Umstritten auch im Osnabrücker Land: Windkraftanlagen. Symbolfoto: dpaUmstritten auch im Osnabrücker Land: Windkraftanlagen. Symbolfoto: dpa

Osnabrück. Die Energiewende ist vor Ort wie eine Quadratur des Kreises. Das gilt auch für den Landkreis Osnabrück.

Das überwiegende Aufatmen nach der Abkehr von der Atomkraft ist längst dem Aufschrei und den Protesten gegen die Alternativen des Atomstroms gewichen.

Wo auch immer Windkraftanlagen, Hochspannungsleitungen oder Biogasanlagen geplant werden, geht es nach dem Sankt-Florian-Prinzip: Die Reform ist grundsätzlich sinnvoll und notwendig, aber bitte nicht vor meiner Haustür.

Das Erneuerbare Energien-Gesetz wird im Ergebnis viele Menschen nicht begeistern. Sollte die Rahmenplanung des Landkreises Osnabrück für Windparks aber tatsächlich mit Erfolg angefochten werden, wäre dies ein Pyrrhussieg. Dann nämlich müsste die Kreisverwaltung Anträge von Investoren nach veralteten und weniger strengen Auflagen prüfen und letztlich auch genehmigen.