In Ronjas wilder Räuberwelt Weihnachtsstück des Osnabrücker Theaters feiert Sonntag Premiere

Von Christoph Beyer

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Regisseur Ramin Anaraki.

            

              
              Foto: Swaantje HehmannRegisseur Ramin Anaraki. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Ronja hat ihren eigenen Kopf. Mutig, selbstbewusst und voller Tatendrang, stellt sie althergebrachte Sichtweisen infrage und Erwachsene auf die Probe. Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker „Ronja Räubertochter“ begeistert seit der Ersterscheinung 1981 Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Auf der Theaterbühne am Domhof feiert das diesjährige Weihnachtsstück des Kinder- und Jugendtheaters Osnabrück Oskar am Sonntag Premiere.

Mächtig ragt die Burg empor, dichter Wald umgibt das Gemäuer. Kulisse für eine wilde Räuberwelt, in der Ronja nicht nur den Sohn des gegnerischen Räuberchefs Birk zum Freund gewinnt, sondern auch alte Gräben überwindet und so manchem gestandenen Räuber den Spiegel vorhält. Familie, Freundschaft, Vertrauen, der Weg zur Selbstständigkeit – zeitlose Themen, die Kinder bewegen, werden in „Ronja Räubertochter“ behandelt. „Astrid Lindgren hat Kinder immer ernst genommen und ihnen auch lebensnahe Inhalte zugemutet“, bemerkte Ramin Anaraki, Regisseur des Stücks, im Gespräch.

Im Vordergrund der auf einer Bühnenbearbeitung von Barbara Hass basierenden Inszenierung steht die spannende Familiensituation Ronjas (gespielt von Anja S. Gläser), der Konflikt mit dem gegnerischen Räuberclan sowie Ronjas Freundschaft mit Birk (gespielt von Thomas Hofer).

Über fünf Wochen wurde intensiv szenisch geprobt. Imposante vier Meter misst das Bühnenbild an seiner höchsten Stelle. „Da gibt es schon was zu gucken“, bemerkte Bühnenbildnerin Margrit Flagner lächelnd. Als sympathische, durch die Geschichte führende Erzählfigur präsentiert sich Ronjas Vertrauter „Glatzen-Peer“ (gespielt von Marius Lamprecht). „Es war uns sehr wichtig, dass das Stück für alle Altersgruppen zugleich unterhaltsam und interessant ist“, betonte Regisseur Anaraki. Es sei ja kein klassischer Märchenstoff, sondern eine äußerst lebendige Geschichte, bei der die Figuren eine gewisse Tiefe hätten.

Verschiedene Erzählebenen würden dabei miteinander verwoben, ergänzt Dramaturgin Elisabeth Zimmermann. Mit Geige und Gitarre musikalisch unterstützt wird das Oskar-Ensemble von Mikhail Vernov und Eberhard Schneider, welcher zugleich auch die musikalische Leitung innehat.

Theater am Domhof: Sonntag, 16 Uhr. Weitere Aufführungen bis einschließlich 1.1.2015. Kartentelefon: 0541/7600076.


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