Zeitungsaktion zum Mitmachen Unverwechselbare Weihnachtskarten von Kindern

Von Sebastian Stricker


Osnabrück. Kaum etwas bereitet zu Weihnachten mehr Freude als eine persönliche Postkarte. Wenn diese sogar von Kinderhand gestaltet und einmalig ist, wird der Gruß zum Fest der Liebe etwas ganz Besonderes und unverwechselbar. Auf dieser Idee basiert „Wir malen Weihnachten“ – eine Aktion der Neuen Osnabrücker Zeitung und ihrer Regionalausgaben, die 2014 zum sechsten Mal stattfindet. Zum Mitmachen eingeladen sind alle Kindergärten aus dem Verbreitungsgebiet.

Seit 2009 basteln jährlich Tausende Kinder im Vorschulalter Weihnachtskarten im Auftrag und auf Rechnung der Zeitung. Die Rohlinge stellt sie den Teilnehmern kostenlos zur Verfügung. Für einen Euro pro Stück kauft sie anschließend die fertigen Unikate zurück, um sie im Advent an Freunde und Geschäftspartner zu verschicken.

Mitmachen bei „Wir malen Weihnachten“ können Kindergärten aus Stadt und Landkreis Osnabrück sowie aus Tecklenburg, Lotte, Westerkappeln und dem Landkreis Emsland. 2013 beteiligten sich 143 Einrichtungen. Auf diese Weise kamen über 10500 Postkarten zusammen, die wie immer auch zum Teil in den Geschäftsstellen für einen guten Zweck verkauft wurden.

Einfach und genial

Der Kindergarten St. Antonius in Osnabrück-Haste ist schon zum wiederholten Mal dabei. Leiterin Monika Weber schwärmt für „Wir malen Weihnachten“, seit sie das erste Mal davon hörte. „Als uns die Aktion ins Haus schneite, dachte ich nur: Wie pfiffig ist das denn? Ein großes Unternehmen kauft keine Weihnachtskarten von der Stange oder professionellen Künstlern, sondern holt dafür Kinder ins Boot. Eine Knaller-Idee, so einfach und so genial!“

Der Versuch, auf diese berührende Weise Menschen vor Ort und in aller Welt zusammenzubringen, liege voll auf der Linie des katholischen Kindergartens. In Trägerschaft der Kirchengemeinde Christus König, gehört dieser mit sechs Gruppen für Kinder von eins bis sechs Jahren, 116 Plätzen und 20 pädagogischen Mitarbeiterinnen sowie einem üppig bemessenen und ausgestatteten Haus zu den größeren der Stadt. Zu seinem Selbstverständnis gehöre es, dass alle Kinder und Familien willkommen sind – unabhängig von Herkunft und Konfession. Wie der Stadtteil Haste mit seinem „dörflichen Charakter“ sei der Kindergarten St. Antonius „ein geschützter, behüteter Ort, an dem Kinder fast das Gefühl haben, zu Hause zu sein“.

Aber Besuch wie jetzt zum Auftakt von „Wir malen Weihnachten“ 2014 haben die Jungen und Mädchen wohl noch nie bekommen: Zeitungsmaskottchen Ole, eine mannshohe Eule aus Plüsch, kam am Dienstag in den Kindergarten spaziert. Mit einer roten Weihnachtsmütze auf dem Kopf – und einem Karton voller Ole-Schlüsselanhänger als Geschenk im Gepäck.

Nach stürmischer Begrüßung in der Turnhalle führten die Kinder der „Enten“-Gruppe das blau-weiße Federtier mit den Kulleraugen und der Umhängetasche an ihre Basteltische. Dort legten sie weiße Blätter aus und begannen, für den Gast zu malen – gewissermaßen ein Vorgeschmack auf die Gestaltung der Weihnachtskarten.

Grenzenloser Bastelspaß

Bis zum 14. November können sich die Kitas und Kindergärten für die sechste Auflage von „Wir malen Weihnachten“ anmelden. Postwendend bekommen sie von der Zeitung die Blanko-Karten zugeschickt. Knapp zwei Wochen bleiben dann, um die Grußkarten zu gestalten. Einsendeschluss für die fertigen Weihnachtskarten ist der 28. November.

Beim Basteln sind den Kindern wie immer keine Grenzen gesetzt: Malen und Zeichnen, Kleistern und Kleben, Pinseln und Prickeln – alles ist erlaubt. Ob Wasserfarbe, Wachsmaler, Bunt- oder Filzstifte zum Einsatz kommen, spielt keine Rolle.

„Den Kindern bedeutet es sehr viel, bei dieser großen Bastelaktion mitmachen zu dürfen“, weiß Kindergartenleiterin Weber. Als ihnen erklärt worden sei, dass die Weihnachtskarten einmal durch die Post wandern und bei anderen Leuten ankommen, um ihnen eine Freude zu machen, habe das die Kleinen nur noch mehr angespornt. „Sie fühlen sich wichtig und ernst genommen!“

Angenehmer Nebeneffekt: Ihr Einsatz zahlt sich in barer Münze aus: Denn jede Karte, die teilnehmende Einrichtungen an die Zeitung zurückschicken, wird ihnen mit einem Euro vergütet. Im Kindergarten St. Antonius Haste, wo alle Kinder eine Karte gestalten dürfen, weiß man auch schon, wie das Geld verwendet werden soll. Monika Weber: „Unser Spielhaus im Garten ist kaputt. Für ein neues können wir jeden Cent gut gebrauchen.“