Osnabrücker Schüler laufen für peruanische Schüler Graf-Stauffenberg-Gymnasium unterstützt südamerikanische Schule

So sehen Spender aus: Madú (vorne) und Jens Hasekamp (hinten) vom Verein Monsun erhielten von Josef Krotzek und Hubert Hoffmann (2. von links) einen Scheck in Höhe von 11800 Euro. Damit werden peruanische Schüler unterstützt. Foto: Michael GründelSo sehen Spender aus: Madú (vorne) und Jens Hasekamp (hinten) vom Verein Monsun erhielten von Josef Krotzek und Hubert Hoffmann (2. von links) einen Scheck in Höhe von 11800 Euro. Damit werden peruanische Schüler unterstützt. Foto: Michael Gründel

tw Osnabrück. Die Schüler in dem abgelegenen peruanischen Dorf Rivera Collata gehen teilweise drei Stunden bis zur Schule. So lange mussten die Schüler des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums (GSG) nicht rennen, um beim Sponsorenlauf auf die stolze Summe von 16367,43 Euro zu kommen. 11800 Euro davon wurden nun dem Verein Monsun übergeben, der sich um eine Grundschule in dem Dorf kümmert. Geleitet wird er von einem ehemaligen Schüler des GSG und einer Peruanerin, die sich über eine Schul-Partnerschaft kennen und lieben gelernt haben.

Fast die komplette Schülerschaft des GSG und eine Handvoll Lehrer liefen kurz vor den Sommerferien beim Solidaritätslauf für das Projekt „Rivera Collata“ in Peru. Durch diesen Lauf haben es die Kinder und Jugendlichen ermöglicht, dass die Schüler in Peru in ihrer Schule essen können und neue Ausstattung bekommen. Als das Hilfsprojekt vor sechs Jahren begann, habe es in den Räumen weder Mobiliar noch Spielzeug gegeben, berichtet Jens Hasekamp. Der 41-jährige Marketing-Leiter aus Osnabrück hat am GSG seine Reifeprüfung abgelegt. Und nicht nur das. Damals war er in der „3. Welt AG“ aktiv, berichtet er. Die Osnabrücker Schüler schlossen damals Brief-Freundschaften mit jungen Peruanern. Darüber hat er seine heutige Ehefrau Madú kennengelernt. „Die Schul-Partnerschaft war für uns prägend“, erzählt Hasekamp und lächelt.

Sein Schwiegervater, der in Peru als Schul-Inspektor tätig ist, habe ihnen von der Schule in Rivera Collata berichtet, so Hasekamp. Die Eheleute hatten vor einiger Zeit ein Projekt gesucht, das sie von Deutschland aus unterstützen können. Die Schule stand buchstäblich vor dem Nichts. Hilfe war nötig. Zunächst konnte die Schule mit einer Basis-Ausstattung ausgerüstet werden, mittlerweile wurde eine Schulküche installiert. Auch ein Hühnerstall mit 80 Tieren wurde gebaut. Die liefern nun Eier und Fleisch.

Von den 11800 Euro sollen die Schüler im Alter von sechs bis zwölf Jahren vor allem Nährwert fürs Gehirn erhalten. Insbesondere das Thema Umweltbildung liegt den Hasekamps am Herzen. Sie wollen über die Verschmutzung des Trinkwassers durch Quecksilber aufklären.

Partnerschule in Puno

Für das GSG ist das Engagement in Peru nicht neu. Das Gymnasium pflegte Kontakte mit einer Partnerschule in der Stadt Puno. „Das hat sich zu einem Vorzeigeprojekt entwickelt“, so Schulleiter Josef Krotzek. Er betonte, dass die 11800 Euro nicht in Rivera Collata „ausgeschüttet“ werden. Über Kontaktleute blieben das GSG und der Verein Monsun auf dem Laufenden.

Das restliche Geld der erlaufenden 16367,43 Euro wird in den neuen Schulgarten des GSG und für internationale Gäste der Schule verwendet, erläuterte Lehrer Hubert Hoffmann.