Klimaschutz-Forum am Dienstag In Osnabrück den Grundstein für globalen Klimaschutz legen

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Prof. Matthias Reckzügel
            

            

              
              Foto: Kompetenzzentrum EnergieProf. Matthias Reckzügel Foto: Kompetenzzentrum Energie

Osnabrück. Das Kompetenzzentrum Energie der Hochschule Osnabrück veranstaltet Dienstag in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein Klimaschutz-Forum. Der wissenschaftliche Leiter des Zentrums, Professor Matthias Reckzügel, erklärt im Interview, warum das Forum gerade aktuell so einen hohen Stellwert für Osnabrück und die Region hat. Eingeladen zum Forum sind Experten aus Politik und Verwaltung wie der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel, der DBU-Generalsekretär Heinrich Bottermann und Landrat Michael Lübbersmann.

Heute veranstaltet das Kompetenzzentrum Energie ein Klimaschutz-Forum mit Experten wie Landesumweltminister Stefan Wenzel. Was erwarten Sie davon als wissenschaftlicher Leiter des Kompetenzzentrums?

Matthias Reckzügel: Das Forum stellt Fragen zu Chancen, Risiken und Nebenwirkungen des Klimaschutzes. Es geht um Chancen wie zum Beispiel im Bereich der CO2-Einsparung. Im Zuge der Klimaschutzmaßnahmen erwarten wir Hinweise auf Umsetzungen, auf Finanzierungen und aufgetretene Schwierigkeiten. Nachher wollen wir sagen können, diese Klimaschutzmaßnahmen dienen einem wichtigen Zweck, und das sind die Wege dahin. So wollen wir von
den Erfahrungen der verschiedenen Akteure profitieren.

Auch der Weltklimarat hat mit seinem jüngsten Bericht zum schnellen Handeln im Kampf gegen den Klimawandel gemahnt. Gewinnt das Forum dadurch eine noch größere Bedeutung?

Das ist besonders wichtig. Denn in dem Bericht wurde erwähnt, dass die CO2-Emissionen global um 40 bis 70 Prozent bis 2050 reduziert werden müssen. Global heißt natürlich, dass auch der Bedeutung des regionalen Handelns eine große Bedeutung zukommt. Global heißt auch, dass wir vor Ort den Grundstein legen müssen.

Stadt und Landkreis Osnabrück sind Teilnehmer im Programm „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“. Ist unsere Region Klimaschutz-Vorreiter?

Aus den positiven und negativen Erfahrungen, die Stadt und Landkreis Osnabrück als Teilnehmer in dem Programm bisher gemacht haben, können viele Kommunen lernen. Das wird auf dem Forum weitergegeben. Deshalb sind auch viele regionale Akteure vor Ort: Masterplan-Manager, Verkehrsplaner aus Osnabrück, die Stadtwerke, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und auch der Landrat sind vertreten – genau wie der Landesumweltminister, der uns das Ganze aus der landespolitischen Perspektive beschreiben kann.

Hat unsere Region das Potenzial, ein neues Image als Klimaschutz-Region zu bekommen?

Die Möglichkeit besteht,
und da arbeiten wir zurzeit dran.

Das Ziel der Teilnehmer im „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ ist die Treibhausgas-Reduzierung von 95 Prozent und eine Senkung des Endenergiebedarfs bis 2050 um 50 Prozent. Wie sind solche ambitionierten Ziele überhaupt erreichbar?

Umso wichtiger sind solche Veranstaltungen wie am heutigen Tag, um überhaupt das Bewusstsein dafür zu schaffen. Auch in dem Bericht des Weltklimarates wurde deutlich, dass das Zeitfenster dafür schmilzt.


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