Kunstwerk im Park des Marienheims Osnabrück: Ein Denkmal für 500 stille Heldinnen

Von Horst Troiza

Park des Marienheims ist ein ringförmiges Kunstwerk entstanden, das an starke Frauen erinnern soll. Foto: Elvira PartonPark des Marienheims ist ein ringförmiges Kunstwerk entstanden, das an starke Frauen erinnern soll. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Ein Steinkreis mit den Namen „stiller Heldinnen“ setzt den Schlusspunkt hinter ein Projekt der „Ökumenischen Fraueninitiative Osnabrück“ aus dem Jahr 2008. Das Kunstwerk im Park des Marienheims besteht aus nahezu 500 Kieselsteinen mit Vornamen von Frauen, die sich ohne viel Aufhebens in ihrer Familie, in der Nachbarschaft oder in gesellschaftlichen Gruppen für andere Menschen einsetzen.

Die Idee zu diesem Projekt geht auf das Jahr 2000 zurück, als die Künstlerin Dagmar von Garnier die Wander-Ausstellung „Frauen-Gedenk-Labyrinth“ realisierte. Eintausend Gedenksteine sind Frauen gewidmet, die in Politik, Kunst, Wirtschaft und Literatur Bedeutendes geleistet haben. Im Zuge des Katholikentages 2008 plante die „Ökumenische Frauengruppe“, die Ausstellung nach Osnabrück zu holen, was sich jedoch als zu kostspielig erwiesen hatte.

Anstelle dessen legte die Frauengruppe damals einen von der Künstlerin Elisabeth Pawils gestalteten Einband mit den persönlichen Geschichten von 28 Frauen aus, die im Stillen wirken und sich engagieren. „Das Interesse an den Geschichten war überwältigend. Viele Besucher kannten in ihrem Umfeld ebensolche tatkräftigen Frauen und wir baten sie, deren Namen auf einen Stein zu schreiben“, berichtete Hannelore Baethge, mit Magdalene Keding, Renate Saltenbrock, Rita Steinbreder und Schwester Ignatia vom Kloster St. Angela Initiatorinnen des Projekts.

Aus dem damals ausgelegten Einband ist inzwischen eine Buchveröffentlichung mit einer Auflage von 1300 Exemplaren geworden. Übrig geblieben sind die bunt bemalten Steine, die jetzt ihren Platz im Park des Marienheims gefunden haben. Die Gestaltung des „Stein-Kreises“ hat in den Händen von Elisabeth Pawlis und des Künstlers Ansgar Ketteler gelegen. Um eine Gruppe von drei gepflanzten Bäumen symbolisiert die Kreisform das Nie-Enden eines ewigen Kreislaufs. Eine Informationstafel erläutert die Entstehungsgeschichte des Kunstwerks.