Prix Joseph Rovan Französische Gesellschaft Osnabrück ausgezeichnet

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Das Bild die diesjährigen Preisträger mit dem französischen Botschafter Philippe Etienne (4. von links) sowie Lénaïck Bidan (ganz links) und Bernd Käsebier (ganz rechts)

            
von der DFG Osnabrück. Foto: DFGDas Bild die diesjährigen Preisträger mit dem französischen Botschafter Philippe Etienne (4. von links) sowie Lénaïck Bidan (ganz links) und Bernd Käsebier (ganz rechts) von der DFG Osnabrück. Foto: DFG

Osnabrück. Die Deutsch-Französische Gesellschaft (DFG) Osnabrück ist in Berlin mit dem Prix Joseph Rovan ausgezeichnet worden.

Der Vorsitzende der DFG, Bernd Käsebier, und seine Stellvertreterin Lénaïck Bidan nahmen die Auszeichnung aus der Hand des neuen französischen Botschafters in Deutschland, Philippe Etienne, entgegen, wie die DFG in einer Mitteilung schreibt. Der Botschafter würdigte die Aktivitäten der DFG Osnabrück insgesamt, hob aber vor allem das Projekt im Rahmen des 100. Jahrestages des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges hervor. Es hatte den Titel „1918 – ,Der Weg zurück‘ in die Zivilgesellschaft: Ein deutsch-französisches ,Autorentreffen’ über Grenzen und Zeiten“. Das Projekt war im Juni durch eine Kooperation der DFG mit der Erich-Maria-Remarque-Gesellschaft und dem Institut für Romanistik der Universität zustande gekommen. Das Büro für Friedenskultur der Stadt sowie das Literaturbüro Westniedersachsen waren die Projektförderer.

Studentinnen der Romanistik hatten unter der Leitung von Lénaïck Bidan Textausschnitte aus Erich-Maria Remarques Roman „Der Weg zurück“ (1931) und Pierre Lemaitres Roman „Au revoir là-haut“ (2013) vorgetragen.

Der Joseph-Rovan-Preis wird seit 2006 alljährlich vom französischen Botschafter in Deutschland an verdiente DFGs verliehen. Den mit 3000 Euro dotierten Preis teilen sich in diesem Jahr vier Deutsch-Französische Gesellschaften. Die DFG Osnabrück errang den zweiten Platz hinter der DFG Marsberg. Namenspatron des Preises ist Joseph Rovan (1918–2004). Der aus München stammende Joseph Rosenthal emigrierte 1934 nach Frankreich und nahm dort den Namen Rovan an. Trotz seiner Verhaftung durch die Gestapo und seiner Deportation ins KZ Dachau im Jahre 1944 setzte sich Rovan nach seiner Befreiung bis zu seinem Tode aktiv für die deutsch-französische Verständigung ein.


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