380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung CDU fordert Landkreis Osnabrück zu Erdkabel-Besichtigung auf

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Raesfeld/Osnabrück. Der CDU-Kreistagsfraktionschef Martin Bäumer hat den Landkreis zu einer Besichtigung des Erdkabelpilotprojekts im münsterländischen Raesfeld aufgefordert. „Erst dann kann man in Sachen Erdkabel wirklich mitreden“, betonte Bäumer und regte in einer Mitteilung einen Ortstermin mit dem Ausschuss für Planen und Bauen an.

In der Gemeinde Raesfeld wird ein 3,4 Kilometer langer Teilabschnitt der 380-kV-Höchstspannungsleitung als Erdkabel gebaut. Der Teilabschnitt ist einer von bundesweit vier Erdkabelpilotprojekten. Rund 50 Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion, von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen aus der Region besichtigten die Baustelle am Samstag und informierten sich bei Vertretern des Netzbetreibers Amprion. In der Bauphase muss für die Kabel ein 42 Meter breiter Streifen zur Verfügung stehen, nach Fertigstellung ist die Trasse auf Dauer 22 Meter breit. Nach Amprion-Angaben konnten durch das Erdkabel-Projekt viele Erfahrungen unter realen Bedingungen gesammelt werden, die sich zukünftig positiv auf weitere Erdkabelverlegungen auswirken werden. Eine Erfahrung sei aber auch, dass die Strecke unter der Erde sechs Mal teurer als eine Freileitung ist. Mit der Fertigstellung der Leitung bei Raesfeld wird Mitte 2015 gerechnet.

Auch der Landkreis und die Stadt Osnabrück wollen auf den geplanten Trassen der 380-kV-Höchstspannungsleitungen von Bad Essen-Wehrendorf nach Gütersloh (Nummer 16) und von Osnabrück-Lüstringen nach Westerkappeln (Nummer 18) alle Möglichkeiten der Erdverkabelung prüfen lassen . Bislang scheiterten Versuche für ein gemeinsames Aktionsbündnis zur Erdverkabelung in der Region. Auch das Bundeswirtschaftsministerium machte deutlich, dass es keine Erdverkabelung in der Region geben wird.


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