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Jäger und Hundehalter sollten aufmerksam sein Hasenpest im Landkreis Osnabrück aufgetreten

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Mit der Hasenpest infizierte Tiere sitzen oft apathisch in der Landschaft rum. Symbolfoto: dpaMit der Hasenpest infizierte Tiere sitzen oft apathisch in der Landschaft rum. Symbolfoto: dpa

Osnabrück. In der Gemeinde Hilter ist die seltene Krankheit Hasenpest bei zwei toten Tieren nachgewiesen worden. Das teilte der Landkreis Osnabrück mit. Jäger und Hundehalter sollten besonders vorsichtig sein.

Aufmerksame Jäger haben zwei tote Hasen aus Hilter untersuchen lassen. Das Ergebnis: Beide Tiere waren an Hasenpest, Tularämie, einer meldepflichtigen Krankheit, erkrankt. „Der Erreger kann auch auf den Menschen und auf Haus- und Nutztiere übertragen werden, wobei schwere, in seltenen Fällen lebensbedrohliche Krankheitsverläufe möglich sind“, sagte Landkreis-Sprecher Burkhard Riepenhoff. 31 Fälle der Hasenpest hat es in diesem Jahr bundesweit bei Hasen gegeben, 12 Fälle bei Menschen.

Jäger und Hundehalter sollten besonders vorsichtig sein. Eine Infektion des Menschen kann beim Zerlegen oder auch nur beim Transport des Wildes durch Kontakt mit Haut oder Schleimhaut sowie durch Einatmen erregerhaltigen Materials und durch den Verzehr infizierten und unzureichend erhitzten Fleisches auftreten. „Jäger sollten beim Umgang mit dem erlegten oder verendeten Wild Einmalhandschuhe verwenden und Atemmasken tragen“, so Riepenhoff. Bei infizierten Menschen kommt es zu Fieber und zu Schwellungen der Lymphknoten.

Auch Haustiere wie Hunde sollten beim Waldspaziergang von Kadavern ferngehalten werden. Im Verdachtsfall sollten der Jagdpächter oder der Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück verständigt werden. Fallwild oder erlegte verdächtige Tiere können dann im Lebensmittel- und Veterinärinstitut in Hannover untersucht werden.

Die erkrankten Tiere zeigen Schwäche, Apathie bis zum Ausbleiben des Fluchtverhaltens und Fieber. Meistens verenden die Tiere innerhalb von vier bis dreizehn Tagen. Haushunde und Katzen scheinen gegenüber dem Erreger weitgehend resistent zu sein, bei ihnen kommt es nur in seltenen Fällen zu einem Krankheitsausbruch. Sie zeigen dann Appetitlosigkeit, Fieber und Schwellung der Lymphknoten.


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