Zehnter toter Radfahrer seit 2004 Radfahrer nach Unfall auf Osnabrücker Johannistorwall gestorben

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. Der 47-jährige Radfahrer, der am vergangenen Mittwoch in Osnabrück unter einen abbiegenden Lkw geraten war, ist am Sonntagabend in einem Krankenhaus gestorben. Er ist das zehnte Opfer in der Stadt, das seit 2004 bei einem Fahrradunfall ums Leben kam.

Der Fahrradfahrer war am Mittwoch vergangener Woche lebensgefährlich verletzt worden. Ein Lkw-Fahrer bog mit seinem Sattelzug vom Johannistorwall auf die Kommenderiestraße ab und erfasst dabei den Radfahrer. Wie es zu dem Unglück gekommen war, ist weiterhin unklar. „Die Ermittlungen laufen noch“, bestätigte Marco Ellermann von der Polizei Osnabrück auf Nachfrage.

Zehntes Todesopfer seit 2004

Es war nicht der erste tödliche Unfall an der Kreuzung. Im März dieses Jahres war ein 20-Jähriger an selbiger Ecke von einem Lkw erfasst und getötet worden. Ein Ghostbike erinnert an der Kreuzung an den jungen Mann. Insgesamt kamen seit 2004 nun zehn Radfahrer auf den Straßen Osnabrücks ums Leben, weitere wurde schwer und lebensgefährlich verletzt.

Stadt will Radverkehr sicherer machen

Die Stadt kündigte indes an, den Radverkehr sicherer machen zu wollen – auch an der Kreuzung Johannistorwall/Kommenderistraße. So hatte Stadtbaurat Frank Otte Sofortmaßnahmen angekündigt: Denkbar sei eine geänderte Radwegeführung, bei der die Radfahrer nicht bis kurz vor besagter Kreuzung hinter geparkten Autos entlang geführt werden, wodurch Lkw-Fahrer sie womöglich erst spät im Blick haben. Ferner könnten mehr Ampeln mit Konvexspiegeln ausgestattet werden, die den toten Winkel verringern.

Zuletzt hatte sich Oberbürgermeister Wolfang Griesert vor Ort ein Bild von der Situation gemacht.

Zoomen Sie mit der Maus rein und raus, um alle Unfallorte sehen zu können


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN