Ausfall von Teilen der Jugendkulturtage Osnabrücker SPD will Zion GmbH „auf die Finger klopfen“

Auch die „abenteuerlichen Abschleppmethoden“ der Zion GmbH werden von der Rats-SPD kritisiert. Foto: Archiv/Michael GründelAuch die „abenteuerlichen Abschleppmethoden“ der Zion GmbH werden von der Rats-SPD kritisiert. Foto: Archiv/Michael Gründel

pm/ack Osnabrück. Die Osnabrücker SPD-Ratsfraktion hat das Vorgehen der Zion GmbH am ehemaligen Güterbahnhof scharf kritisiert und Konsequenzen angekündigt: „Wir werden die weiteren Handlungsschritte der Zion GmbH ganz genau verfolgen und ihr, so oft es nötig ist, auf die Finger klopfen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Fraktionschef Frank Henning und der jugendpolitischen Fraktionssprecherin Kerstin Lampert-Hodgson.

Hintergrund ist die Beschwerde des Vereins Fokus, durch den Rauswurf des Kulturvereins Petersburg aus seinen Räumen am Güterbahnhof hätten etliche Programmpunkte der Jugendkulturtage 2014 ausfallen müssen .

„Abenteuerliche Abschleppmethoden, Schikane der Design-Messe, Klage gegen den Freiraum Petersburg, Zerschlagung der Jugendkulturtage – wir fragen uns, was die Osnabrücker Kulturlandschaft und ihre kreativen Köpfe noch alles von der Zion GmbH zu erwarten haben“, werden Henning und Lampert-Hodgson in der Mitteilung zitiert.

Die Entwicklung am Güterbahnhof lasse vermuten, dass eine von Stadtverwaltung und Rat anvisierte vielfältige Nutzung des Geländes nicht im Interesse der Zion GmbH sei. Anders lasse sich die „Zerstörung der seit Jahren dort gewachsenen Kreativwirtschaft vonseiten der Zion GmbH kaum erklären“. Der Güterbahnhof solle die Osnabrücker Kulturlandschaft bereichern und nicht zu einem Beispiel werden, wie man Kultur zerstört.


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