Bassist am Osnabrücker Theater Heilige Hallen: Sänger Helge von Bömches ist tot

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Charakterbass: Helge von Bömches. Foto: Egmont SeilerCharakterbass: Helge von Bömches. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Für Generationen von Osnabrücker Opernfreunden war er der Sarastro: Helge von Bömches. Jetzt ist der Bassist im Alter von 81 Jahren gestorben.

Der Opernsänger Helge von Bömches ist tot. Der Bass, der knapp zwei Jahrzehnte lang am Theater Osnabrück gesungen hat, starb am 16. Oktober 2014 im Alter von 81 Jahren. Das gab die Familie des Verstorbenen bekannt.

Der 1933 im rumänischen Kronstadt/Brasov geborene Künstler war seit 1977 am Osnabrücker Theater engagiert. „Er hat als seriöser Bass alle großen Rollen seines Faches gesungen“, sagte Herbert Hähnel, ehemaliger Dramaturg und Leiter des künstlerischen Betriebsbüros am Osnabrücker Theater, auf Anfrage. Zu den Rollen, denen Helge von Bömches bis zu seinem Abschied 1996 markante Bühnenpräsenz und stimmliche Kraft zu geben verstand, gehörten Sarastro („Die Zauberflöte“), Landgraf („Tannhäuser“), Komtur („Don Giovanni“) oder Bartolo („Figaros Hochzeit“).

Gemeinsam mit Hähnel und dem Kapellmeister Peter Starke hatte von Bömches zuletzt 2010 auf dem Roten Sofa im Osnabrücker Theater über seine Karriere Auskunft gegeben und den Abend mit „In diesen heiligen Hallen“, der Arie des Sarastro in der „Zauberflöte“ eröffnet.

Von Bömches war seinerzeit vom Pfalztheater Kaiserslautern nach Osnabrück gekommen. Zuvor sang der Bass bei den Salzburger Festspielen sowie – etwa als Großinquisitor in Verdis „Don Carlos“ – an der Wiener Staatsoper. Als gefragter Künstler wirkte Helge von Bömches unter anderem an einer von Herbert von Karajan geleiteten Aufnahme von Richard Strauss’ Oper „Salome“ mit.


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