Dieser Stein ließ lange auf sich warten Baubeginn für Combi-Markt an der Natruper Straße


Osnabrück. Auf dem Gelände des Niedersachsenbades an der Natruper Straße entsteht ein Supermarkt. Im Sommer 2015 soll er eröffnet werden.

Hans-Jürgen Fip hatte noch in seiner aktiven Zeit als Oberbürgermeister angekündigt, dass an der Natruper Straße auf dem Gelände des Niedersachsenbades ein Supermarkt entstehen solle. Das ist lange her. Erst Fips zweiter Nachfolger, Wolfgang Griesert, hatte nun am Mittwoch die Ehre, der Grundsteinlegung für einen Combi-Verbrauchermarkt beizuwohnen.

Dabei steht das Wort Grundstein hier nur noch als Platzhalter für etwa fünf Kubikmeter Beton, in dem Griesert und Rolf Geyer, Expansionsleiter der Bünting-Unternehmensgruppe, zu der die Combi-Märkte gehören, eine Teedose mit den üblichen Beigaben wie einer Tageszeitung, etwas Kleingeld und anderen Memorabilien im dickflüssigen Zementbrei versenkten. Combi wolle seine Marktposition in der Stadt mit dem neuen Markt weiter festigen, so Geyer in seiner kurzen Ansprache. Zehn Monate Bauzeit rechnet das ausführende Unternehmen, die Firma List Bau aus Nordhorn, dann soll der Einkaufsspaß auf 1900 Quadratmeter Verkaufsfläche starten.

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Die Bauarbeiten beginnen mit der Zufahrt zum Gelände, das durch seine Topografie den Bau erschwert. Das Niveau der Natruper Straße liegt ungefähr zwei Meter höher als das Gelände des Marktes. Die Architekten haben deshalb das Gebäude aufgeständert. Die Verkaufsflächen sind durch behindertengerechte Rollsteige von den ebenerdigen Parkplätzen zu erreichen. Geplant wurde das Gebäude vom Osnabrücker Architekturbüro Planconcept Architekten.

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Griesert hob hervor, dass mit dem Markt an der Natruper Straße ein Nahversorger entstehe, der den Bedarf der in der Innenstadt lebenden Bevölkerung befriedigen könne. Er wünschte der Baustelle einen zügigen und sicheren Verlauf, um sich dann mit einem anderen Wunsch direkt an Geyer zu wenden. „Wie schaffen wir es, in Zukunft ohne Plastiktüten auszukommen?“, fragte Griesert.

Die Klimabotschafter der Ursulaschule hätten ihm mit auf den Weg gegeben, dieses Thema bei der Grundsteinlegung anzusprechen. Diesen Auftrag habe er gerne angenommen, zum einen, weil das Thema an sich wichtig sei, zum anderen aber auch, um den Schülern zu dokumentieren, dass es ihm ernst sei mit seinem Einsatz für die Klimabotschafter.

Geyer hielt sich naturgemäß mit seiner Antwort bedeckt, sicherte aber zu, das Thema aufzunehmen und Grieserts Vorschlag, Mehrwegtaschen mit entsprechendem Aufdruck einzuführen, im Unternehmen zu diskutieren. Bünting sei sich seiner ökologischen Verantwortung bewusst, so Geyer, was sich ja auch in der energieeffizienten Bauweise des neuen Marktes ausdrücke.

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Der Markt an der Natruper Straße ist nach dem Markt in der Mönkedieckstraße die zweite Niederlassung der Bünting-Vertriebsgesellschaft in Osnabrück. Insgesamt unterhält das Unternehmen 70 Märkte zwischen Nordseeküste und Münsterland.

Das war einmal dort

Wo ab dem kommenden Sommer nun Kunden Obst und Gemüse einkaufen können, stand bis Juni 2006 das Niedersachsenbad. Zu seiner Einweihung 40 Jahre zuvor war es noch als eine der schönsten deutschen 25-Meter-Hallen gefeiert worden. Viele Osnabrücker lernten hier das Schwimmen. Generationen von Schülern übten sich mal mit mehr, mal mit weniger Spaß an der Freud im Schwimmsport. Das ist nun alles Geschichte.


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