Kinderschutzbund Osnabrück Praktische Hilfe für Eltern kleiner Kinder

Die kleine Xenia auf dem Arm von Mutter Katharina. Links Marion Vogelpohl mit der Handpuppe Juke, die immer dabei ist. Foto: Elvira PartonDie kleine Xenia auf dem Arm von Mutter Katharina. Links Marion Vogelpohl mit der Handpuppe Juke, die immer dabei ist. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Der Name ist schrecklich, die Ergebnisse aber außerordentlich erfolgreich. „Wir haben von Jugefa profitiert“, sagt die zweifache Mutter Katharina: „Meine Kinder sind aufgeblüht.“ Jugefa ist die Abkürzung für „Jugend- und Gesundheitshilfe in Familien mit kleinen Kindern“.

Eltern kleiner Kinder sind manchmal unsicher im Umgang mit ihrem Nachwuchs , erst recht, wenn es das erste Kind ist, sagt Jugefa-Koordinatorin Britta Kater vom Kinderschutzbund. Aus diesem Grund finanziert die Stadt Osnabrück dieses für Eltern kostenlose Angebot. In einigen Familien setzt es da an, wo die Arbeit der ebenfalls vom Kinderschutzbund organisierten Familienhebammen aufhört.

So war es auch bei Katharina und ihrem Sohn Joshua. Ein Jahr lang wurde die Alleinerziehende nach der Geburt von einer Familienhebamme begleitet und ging anschließend zu Jugefa über. Einmal in der Woche kommt die ehrenamtliche Familienhelferin Marion Vogelpohl zu ihr nach Hause, einen anderen Tag in der Woche besucht Katharina mit ihrem Kind die Krabbelgruppe beim Kinderschutzbund. „Man lernt hier Leute kennen, kann sich austauschen und Freundschaften schließen“, erzählt die 28-Jährige, die inzwischen mit ihrer 16 Monate alten Tochter das Angebot nutzt. Joshua geht schon in den Kindergarten.

Wenn sich die Mütter beim Kinderschutzbund treffen, werden die Kleinen betreut. Sie wissen ihre Kinder nebenan in guten Hände, während sie Erste Hilfe lernen oder von Ärztinnen über Gesundheitsthemen informiert werden. Gemeinsam tauschen sie sich über die Trotzphasen der lieben Kleinen aus und sind oft erleichtert, wenn die feststellen, dass auch andere Eltern in Situationen mit schreienden Kindern hilflos mit einem roten Kopf dastehen.

Auch bei Marion Vogelpohls Besuchen in Katharinas kleiner Familie geht es um Erziehungsfragen und den Umgang mit Kindern. Die Ehrenamtliche ist als gelernte Erzieherin mit vielen Themen vertraut. Zwei Familien besucht sie einmal die Woche. Mit dabei hat sie immer Handpuppe Juke, einen Hasen, der die Kinder bei den wöchentlichen Treffen im Kinderschutzbund begrüßt und mit ihnen singt. „Ich freue mich, dass ich mit Jugefa auch mal unter Leute komme“, sagt Katharina. Die junge Mutter will sich bald fortbilden, um wieder in ihrem erlernten Beruf als Steuerfachangestellte Fuß zu fassen.

Das Programm Jugefa richtet sich an junge Familien mit kleinen Kinder nach Vollendung des ersten Lebensjahres bis zum Alter von drei Jahren. Kostenlos ist es nur für Eltern aus der Stadt. Die meisten Teilnehmer sind weiblich. „Väter sind selbstverständlich willkommen“, betont Sigrid Hus-Halstenberg, Leiterin des Osnabrücker Kinderschutzbundes. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0541/339360 oder www.kinderschutzbund-osnabrueck.de/ .


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